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(Quelle: picture alliance / dpa)
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Roman Herzog war ein großer Staatsmann

Kauder: "Er war ein Richtungsgeber und Glücksfall"

Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion trauert um einen großen Menschen und Politiker. Volker Kauder: „Roman Herzog hat als Bundespräsident unserem Land Impulse von unschätzbarer Bedeutung gegeben“.

„Er war ein politischer Richtungsgeber im allerbesten Sinne und ein Glücksfall für Deutschland“, würdigt Volker Kauder einen großen Politiker. Roman Herzog habe auch in seinen vielen anderen Funktionen als herausragender Staatsrechtslehrer, als Innenminister von Baden-Württemberg und Präsident des Bundesverfassungsgerichts Deutschland in hervorragender Weise gedient, so Kauder. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verneigt sich vor einem großen Politiker und Staatsmann. Wir sind in unseren Gedanken bei seiner Ehefrau und seinen Angehörigen.

Herzog setzte nachhaltige Akzente

Roman Herzog habe das Amt des Staatsoberhaupts stets in demokratischer Demut und Bescheidenheit ausgeübt, sagt Kauder und betont „Er war ein Mann des abwägenden Wortes und setzte doch nachhaltige Akzente. Er hat die Gesellschaft aufgerüttelt und in einer Zeit, als es Deutschland an Mut fehlte, zu notwendigen Reformen aufgerufen. Dass es heute unserem Land so gut geht, ist ein Verdienst von vielen - aber auch von Roman Herzog.“

„Erinnern an das Unrecht“ war Herzog wichtig

Der Auseinandersetzung mit der schwierigen deutschen Vergangenheit hat sich Roman Herzog stets gestellt und sie geprägt. „Er war zu Recht der Auffassung, dass das Erinnern an das Unrecht nicht aufhören darf. Er wusste, dass nur dann, wenn die Erinnerung wachgehalten wird, eine Gesellschaft viel wacher ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen“, ehrt Kauder Roman Herzog, der mit 82 Jahren verstorben ist.

Einsatz für Dialog der Kulturen und Religionen

„Weitsichtig setzte er sich schon vor 20 Jahren auch für einen Dialog der Kulturen und Religionen ein“, hebt Fraktionschef Kauder hervor. Wie wichtig dieser Dialog sei, zeige sich gerade in unseren Tagen, wo die Berufung auf den Glauben leider zu immer mehr  Intoleranz und Gewalt in unserer Welt führe, so Kauder.