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(Quelle: picture alliance / dpa)
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Mehr Sicherheit vor Einbrechern

Haushaltsausschuss beschließt Förderung sicherer Fenster und Türen

Im letzten Jahr gab es nach der polizeilichen Kriminalstatistik über 150.000 Wohnungseinbrüche. Über 40 Prozent davon wurden im Versuchsstadium abgebrochen. Das zeigt, wie wirksam ein guter Schutz von Wohnung oder Haus sein kann. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat nun ein Programm beschlossen, das den Einbruchsschutz finanziell fördert.

Sicherheit der Bürger ist hohes Gut

Im Zuge dessen werden Mittel im Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro freigegeben. Dies ist auch nötig, bekräftigt der Vorsitzende der Unionsfraktion, Volker Kauder: „Wir mussten auf die rapide steigenden Einbrüche in Wohnungen und Häuser reagieren“. Und: „Die Sicherheit der Bürger ist für uns ein hohes Gut. Wir wissen, dass die Täter sehr oft von ihren Taten absehen, wenn sie nicht rasch in die Wohnungen und Häuser eindringen können.“ Daher wolle man den passiven Einbruchsschutz nun finanziell stärker fördern, so Kauder.

Bürger können damit noch mehr selbst für ihre Sicherheit tun. Mit der finanziellen Förderung könnten bespielsweise Schlösser verbessert oder Türen und Fenster verstärkt werden, sagte Kauder. Mieter und Eigentümer können dafür voraussichtlich schon ab Herbst einen Zuschuss von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. „Wir hoffen, die Einbruchskriminalität damit auch insgesamt senken zu können“.

Bereits im laufenden Jahr stünden für das Programm 10 Millionen Euro zur Verfügung, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Strobl. „Mieter und Eigentümer können einen Zuschuss in Höhe von 20 % ihrer Investitionssumme für das Material beantragen, wenn sie mindestens 500 Euro investieren“, so Strobl. Die Arbeitskosten der Handwerker könnten zudem wie bisher bei der Steuererklärung berücksichtigt werden.

Verschärfung des Strafrechts angestrebt

Sollten die Mittel erschöpft sein, könnte das Programm sogar noch aufgestockt werden. Zudem, das bekräftigte der Innenpolitiker nochmals, strebt die Unionsfraktion weiter eine Verschärfung des Strafrechts an. „Wir werden weiterhin die Polizei des Bundes verstärken“, sagte Strobl. „Im laufenden Jahr erhöhen wir die Anzahl der Bundespolizisten um über 200. Das hatten wir schon im Herbst 2014 beschlossen. Auch im Haushalt 2016 werden wir uns für mehr Polizisten einsetzen. Die Polizei insgesamt muss besser als bisher in die Lage versetzt werden, die Menschen und ihr Eigentum zu schützen.“

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