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Lammert mit Deutschlandflagge geehrt

Abschiedsgeschenk der Fraktion – Zur Erinnerung an zwölf Jahre im Amt des Bundestagspräsidenten

Nach zwölf Jahren als Bundestagspräsident scheidet Norbert Lammert mit Ende der Wahlperiode aus dem Parlament. Zur Erinnerung an seine Amtszeit überreichten der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, und die Erste Stellvertretende Vorsitzende, CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, Lammert eine ausgemusterte Deutschlandflagge, die zuvor über dem Reichstag geweht hatte. Kauder würdigte den 68-Jährigen als einen Präsidenten, der den Bundestag „in besonderer Weise geprägt“ habe. Auch Hasselfeldt betonte, bei Norbert Lammert seien die Abgeordneten „gut aufgehoben“ gewesen.

Lammert ist der Bundestagspräsident mit der zweitlängsten Amtszeit in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Seit 37 Jahren gehörte der promovierte Sozialwissenschaftler aus Bochum dem Deutschen Bundestag an. Kauder wies darauf hin, dass Lammert auf die Kontrollrechte des Parlaments intensiver gedrungen habe als seine Vorgänger im Amt. Nach den Worten Hasselfeldts hat Lammert dem Bundestag mehr Gewicht gegeben und dessen Stellenwert erhöht.

Um die Rechte des Bundestages verdient gemacht

Mit einem Augenzwinkern bedankte sich Lammert für die „in die Nähe einer Huldigung geratenen“ Würdigung. Er werde für die Flagge einen angemessenen Platz in seiner Heimatstadt Bochum finden. Was seine Amtsführung angeht, so räumte er ein, dass seine eigene Fraktion gelegentlich mehr Mühe mit ihm gehabt habe als andere. Der CDU-Politiker galt als souverän, aber auch unbequem. Parteiübergreifend wird anerkannt, dass Lammert sich in seinen zwölf Dienstjahren für die Rechte des Parlaments gegenüber der Regierung eingesetzt hat.

Mehr als 50 Abgeordnete scheiden aus der Unionsfraktion aus

Neben Lammert scheiden mehr als 50 Abgeordnete aus der CDU/CSU-Fraktion aus, darunter ehemalige Minister wie Franz Josef Jung, Heinz Riesenhuber und Kristina Schröder. Auch die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, die Parlamentarischen Staatssekretäre Ole Schröder und Ingrid Fischbach sowie eine Reihe von Fraktionsvorstandsmitgliedern, darunter Michael Fuchs, Bernhard Kaster, Hans-Peter Uhl und Sibylle Pfeiffer werden nicht mehr mit von der Partie sein. Es scheiden aber auch Abgeordnete aus, deren Namen nicht jeden Tag in den Medien genannt wurden, die aber viel zum Gelingen der Sache beigetragen haben – in Berlin und in ihren Wahlkreisen.

Zum Ende dieser Legislatur scheiden aus: Günter Baumann, Clemens Binninger, Christoph Bergner, Maria Böhmer, Wolfgang Bosbach, Cajus Caesar, Alexandra Dinges-Dierig, Thomas Dörflinger, Ingrid Fischbach, Dirk Fischer, Klaus-Peter Flosbach, Michael Fuchs, Josef Göppel, Gerda Hasselfeldt, Helmut Heiderich, Uda Heller, Jörg Hellmuth, Robert Hochbaum, Franz-Josef Holzenkamp, Charles M. Huber, Anette Hübinger, Franz Josef Jung, Egon Jüttner, Bartholomäus Kalb, Bernhard Kaster, Jürgen Klimke, Hartmut Koschyk, Bettina Kudla, Norbert Lammert, Barbara Lanzinger, Philipp Lengsfeld, Ingbert Liebing, Matthias Lietz, Maria Michalk, Philipp Murmann, Ulrich Petzold, Sibylle Pfeiffer, Heinz Riesenhuber, Karl Schiewerling, Norbert Schindler, Gabriele Schmidt, Kristina Schröder, Ole Schröder, Bernhard Schulte-Drüggelte, Johannes Singhammer, Carola Stauche, Matthäus Strebl, Lena Strothmann, Hans-Peter Uhl, Karl-Georg Wellmann, Peter Wichtel, Heinz Wiese, Dagmar Wöhrl.