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„Ängste der Menschen ernst nehmen“

Unionsfraktion unterstützt Bundeskanzlerin Merkel bei Kandiatur

Mit Spannung wurde die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim CDU-Bundesparteitag in Essen erwartet. „Beeindruckend“, so das Fazit von Michael Grosse-Brömer, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag.

77 Minuten redete Bundeskanzlerin Angela Merkel. 11 Minuten applaudierten die Delegierten im Anschluss. Dabei verteidigte die Bundeskanzlerin ihre Flüchtlingspolitik, bat um Unterstützung für eine neue Kanzlerkandidatur, um Verständnis für ihr langes Zögern. Sie sorgte sich über die unsicherere internationale Lage und betonte die Wichtigkeit von Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft - etwa durch die Digitalisierung. 

„Beeindruckende Rede“

„Angela Merkel hat in ihrer beeindruckenden Rede deutlich gemacht, dass sie voran geht in Richtung digitales Deutschland“, sagt der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion Michael Grosse-Brömer. „Die Kanzlerin nimmt die Ängste und Sorgen der Menschen ernst und will jeden einzelnen mitnehmen zum Ziel Ludwig Erhards: "Wohlstand für alle!". Dass Leistungsträger nicht bestraft, sondern belohnt werden müssen, ist ebenfalls eine wichtige Botschaft ihrer Rede.“

„Auf CDU-Werte rückbesinnen“

Eine andere Botschaft war auch das Bekenntnis der CDU auf ihre Werte. Merkel sagte, die liberale Demokratie in Deutschland müsse gegen alle Angriffe verteidigt werden. "Wer wie ich in DDR gelebt hat, der weiß, dass Politik gegen die Freiheit eine Politik gegen die Natur des Menschen ist, dass eine solche Politik Frevel ist“, so die Bundeskanzlerin.

„2015 darf sich nicht wiederholen“

Sie verteidigte einerseits nochmals ihre Flüchtlingspoltik, hob gleichzeitig aber hervor, dass sich eine Situation wie 2015 nicht wiederholen dürfe. Bei der Integration der Flüchtlinge sollten "ausnahmslos" die deutschen Gesetze gelten. "Deshalb ist die Vollverschleierung bei uns nicht angebracht“, so Merkel. „Sie sollte verboten sein, wo immer das rechtlich möglich ist.“

Connemann: "Die Kanzlerin hat noch viel vor"

"Das war die Stunde von Angela Merkel", resümierte die stellvetretende Fraktionsvorsitzende Gitta Connemann im Anschluss. Merkels Rede sei kämpferisch, ehrlich und berührend gewesen, so Connemann. Und sie ist sich sicher: "Diese Kanzlerin hat noch viel vor!" In Essen habe Merkel auf die Bundestagswahl eingeschworen. "Mit einer überragenden Bilanz und Perspektiven für Deutschland: Wir haben einen klaren politischen Kompass bei Fragen der inneren Sicherheit, der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Wir sind der Garant einer erfolgreichen Haushalts-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Und: Die Union steht für Werte. Unsere Werte. Unsere Zukunft", sagte Connemann in Essen.