Trauerfeier für den verstorbenen Heiner Geißler

Thema des Tages


(Quelle: CDU/CSU-Bundstagsfraktion)
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Abschied von Heiner Geißler

Trauergottesdienst in der Hedwigskathedrale

Weggefährten, Freunde und ehemalige Parlamentskollegen haben in Berlin Abschied von Heiner Geißler genommen. Der frühere Bundesminister und CDU-Generalsekretär war am 12. September im Alter von 87 Jahren gestorben. An dem Trauergottesdienst in der Hedwigskathedrale nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem auch Fraktionschef Volker Kauder, Kanzleramtschef Peter Altmaier und CDU-Generalsekretär Peter Tauber teil.

Geißler prägte die Christlich-Demokratische Union und die CDU/CSU-Bundestagsfraktion über Jahrzehnte wie nur wenige andere Politiker. 

Wegweiser für die Partei

Bereits kurz nach dem Tod Heiner Geißlers hatte Unionsfraktionschef Kauder deutlich gemacht, welch wichtiger Wegweiser er für seine Partei und die Bundestagsfraktion gewesen sei. In einem persönlichen Gedenken würdigte Volker Kauder Geißler als herausragende Persönlichkeit, an deren Worte und Mahnungen man sich stets erinnern werde. 

Heiner Geißler
Bild: pa/dpa

Profilierter Politiker, Aktivist, Intellektueller

Während seiner Predigt zum Gedenken an Geißler erinnerte Prälat Karl Jüsten daran, dass Heiner Geißler einer der profiliertesten Politiker Deutschlands war, zudem Aktivist, Autor und Intellektueller. "Heiner Geißler hatte immer ein Herz für die kleinen Leute, engagierte sich bis zuletzt für Sozialprojekte. Er war ein unabhängiger Kopf - gerecht, sanftmütig im Urteil und immer entschieden im Handeln", so Jüsten. 

Dass jemand wie er gerade in Zeiten wie diesen fehle, das hätten Geißlers denkwürdige Debattenbeiträge, seine Herzlichkeit und nicht zuletzt sein Eintreten für die soziale Gerechtigkeit immer wieder gezeigt. 

Geißler war streitbarer Geist

Auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber würdigte Geißler als streitbaren Geist, der einmal gesagt hatte, die Demokratie sei kein "Gesangsverein der Harmonie". Außerdem erinnerte Tauber daran, in welcher Art Geißler stets die Dinge aufs Neue hinterfragte. "Alles mit dem Ziel, dem Einzelnen gerecht zu werden." 

Heiner Geißler hatte sich zudem zuletzt intensiv mit Glaubensfragen auseinandergesetzt. In seinen Ämtern zeigte er, wie Glaube und Politik miteinander verbunden werden können, wie der Glaube Richtschnur für die Politik sein kann. Aus der christlichen Botschaft zog er die Schlüsse für die heutige Politik und pochte unter anderem darauf, dass die Idee der sozialen Marktwirtschaft auch in Zeiten der Globalisierung so aktuell wie vor 60 Jahren ist.