Thorsten Frei Porträt

Thema des Tages


(Quelle: CDU(CSU-Bundestagsfraktion | Salvadore Brand)
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Hilfe für die Migranten auf Lesbos

Bundesregierung hat Unterstützung angeboten

Unionsfraktionsvize Thorsten Frei spricht sich nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos dafür aus, jetzt schnell humanitäre Hilfe vor Ort zu leisten.

„Unabhängig von der Frage, wer das Feuer gelegt hat, brauchen die Migranten sofort schnelle und unbürokratische Hilfe. Deutschland ist dazu bereit. Binnen weniger Stunden können wir mit dem gesamten Arsenal der Katastrophenhilfe vor Ort helfen. Der Wiederaufbau wird der schnellste und beste Weg sein, den Menschen vor Ort zu helfen. Auch über finanzielle Hilfe können wir ganz sicher miteinander sprechen“, sagte Thorsten Frei am heutigen Freitag in Berlin. Die Bundesregierung habe bereits erste Hilfen angeboten und führe notwendige Gespräche in alle Richtungen. Das sei absolut richtig und notwendig. 

Keine isolierte Entscheidung der Bundesregierung

Mit Blick auf eine mögliche Aufnahme von Migranten aus Lesbos erklärte Frei: „Eine isolierte Entscheidung der Bundesregierung zur Aufnahme der Migranten ist aus meiner Sicht jedoch ausgeschlossen. Daran ändern auch die Angebote aus den Bundesländern und von einzelnen Städten nichts. Wenn in Europa der Eindruck entsteht, dass Deutschland bereit ist, im Krisenfall auch allein zu handeln, dann wird es niemals eine gemeinsame europäische Lösung bei diesem entscheidenden Thema geben. Dann wird über kurz oder lang ein weiteres Moria in Griechenland oder in anderen Mitgliedsstaaten  entstehen.“ 

Frei betonte, dass man über eine EU-weite Lösung möglicherweise sprechen werde. „Diese brauchen wir für die Zukunft zwingend, da die Herausforderungen im Bereich der Migration groß bleiben und auch wieder zunehmen. Im Moment befinden wir uns lediglich im Auge des Orkans. Das wissen wir sehr genau.“
Unabhängig davon habe Deutschland bisher weit mehr Flüchtlinge aus Griechenland aufgenommen als die übrigen EU-Staaten. „Das können wir immer offensiv kommunizieren. Insofern sehe ich bei uns keinen Handlungsdruck“, sagte der Unionsfraktionsvize.