Cemile Giousouf

Thema des Tages


(Quelle: Fotograf: Tobias Koch)
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Muslime fühlen sich Deutschland verbunden

Integration profitiert von steigendem Arbeitskräftebedarf

Muslime in Deutschland sind immer besser integriert – vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Rund 4,7 Millionen Muslime lebend derzeit in Deutschland. Spätestens mit der zweiten Generation seien sie mehrheitlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen – das ergab der Religionsmonitor 2017 der Bertelsmann Stiftung. Vor allem auf dem Arbeitsmarkt seien die Integrationsbemühungen erfolgreich.

Muslime fühlen sich Deutschland verbunden

„Muslime fühlen sich mit Deutschland verbunden und sind im Arbeitsleben voll integriert“, bestätigt die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Cemile Giousouf, selbst Kind muslimischer Einwanderer. Gute Bildung, eine starke Wirtschaft und eine verbindliche Integrationspolitik brächten laut Giousouf eben mehr als die ewig gestrige Symbolpolitik der politischen Linken.

Arbeitslosigkeit sinkt

Inzwischen haben der Studie zufolge genauso viele Muslime einen Arbeitsplatz, wie der Bundesdurchschnitt der deutschen Erwerbsbevölkerung. Fast jeder dritte arbeitet in Vollzeit, jeder fünfte hat eine Teilzeitstelle.

Jeder zweite Muslim hat einen deutschen Pass, und 96 Prozent von ihnen betonen ihre enge Verbundenheit mit Deutschland. Erfolge in der Integration lassen sich der Studie zufolge auch daran ablesen, dass 84 Prozent der in Deutschland geborenen Muslime ihre Freizeit regelmäßig mit Nicht-Muslimen verbringen.

Vorbehalte weiter abbauen

„An der Integrationsbilanz der Muslime sehen wir aber auch, dass es ebenso die Bereitschaft der Mehrheitsgesellschaft braucht“, so Cemile Giousouf. „Vorbehalte werden durch Kontakte und Austausch abgebaut.“ CDU und CSU wollen demnach weiter die gemeinsame Basis, den Zusammenhalt zwischen Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft in unserem Land stärken. Als Beispiel nennt Goiusouf das Engagement in Ehrenämtern.