Beauftragter der CDU/CSU-Fraktion für Menschen mit Behinderungen, Uwe Schummer, und Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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(Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion)
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Gegen die Barrieren in den Köpfen

Fachgespräche der Unionsfraktion zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in viele Politikbereiche hineinragt. In welchen Handlungsfeldern besonders dringend Maßnahmen erforderlich sind, erörterte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit den sozial- und behindertenpolitischen Sprechern der CDU-Landtagsfraktionen in dieser Woche. Eine Initiative zur Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben erörterte die Fraktion mit Experten Anfang Mai.

Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer, verwies auf 20 Handlungsfelder, die die Koalition identifiziert hat, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Beim Fachgespräch mit den Ländervertretern forderte die Beauftragte für die Belange behinderter Menschen der Bundesregierung, Verena Bentele: „Die Leistungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen müssen raus aus der Sozialhilfe, hinein in ein Bundesteilhabegesetz.“ Auch die Fachpolitiker aus Bund und Ländern bekräftigten dies. „Mit diesem Gesetz wollen wir die Kommunen entlasten, doch in erster Linie wollen wir, dass das Geld tatsächlich bei den Menschen ankommt“, stellte Schummer klar. 

Als weitere Ziele nannte Bentele die Einstellung von Menschen mit Behinderungen in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes sowie umfassende Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen. „Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Berufsleben wurde bisher nur unter dem sozialen Aspekt diskutiert. Ich möchte das ändern und zeigen, dass sie eine Bereicherung für jedes Unternehmen sind.“  Viele Barrieren seien nicht nur baulicher Natur, sondern hätten sich in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt. „Das kann sich nur ändern, wenn wir immer wieder Menschen mit Behinderungen und ihre Fähigkeiten sichtbar machen“, betonte Bentele.

 

Weiterbeschäftigung bis zur Rente hat Priorität

Die Initiative der Union zur Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben erläuterte Schummer Experten aus der Praxis am 8. Mai. „Die Schwerbehindertenvertreter sind verlässliche Partner in den Betrieben. Sie begleiten Maßnahmen zur Prävention oder Barrierefreiheit am Arbeitsplatz und beraten in Antragsverfahren. Davon profitieren auch die Arbeitgeber“, erklärte der Behindertenbeauftragte. Die Weiterbeschäftigung bis zum Rentenalter habe für CDU und CSU Priorität. „Dafür ist die Mitarbeit der Schwerbehindertenvertretung unverzichtbar.“