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(Quelle: picture alliance / dpa)
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100.000 zusätzliche Kita-Plätze

Bund stellt Ländern dafür zusätzlich 1,126 Milliarden Euro zur Verfügung

Mehr als 1 Milliarde Euro will der Bund zusätzlich für den Kita-Ausbau zur Verfügung stellen. Weitere 100.000 Kita-Plätze sollen für Kinder bis zum Grundschulalter neu geschaffen werden. Über familienpolitische Vorhaben diskutieren die Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Der Gesetzentwurf entspricht einem wichtigen Anliegen der Union zur weiteren Förderung von Familien.

Wie wichtig der Gesetzentwurf zum weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung ist, zeige ein Blick in die Städte und Gemeinden, sagt Marcus Weinberg, der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Vielerorts mangelte es an freien Plätzen. Deswegen freut sich Weinberg, dass jetzt deutliche Verbesserungen auf dem Tisch liegen. „Besonders wichtig ist für die Union, dass der Bund mit diesem Maßnahmenpaket in Höhe von 1,126 Milliarden Euro für 100.000 weitere Betreuungsplätze nicht nur Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren fördert, sondern für Kinder bis zum Schuleintrittsalter.“

Förderung von Kindern

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist eine Aufgabe von großer gesellschaftlicher Bedeutung. „Er ist ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit“, hebt Weinberg hervor. So bekämen auch Kinder aus bildungsfernen Familien durch die Kita Zugang zu Angeboten der frühkindlichen Bildung. Der Familienpolitiker weiß: „Sie werden zum Beispiel in ihrer sprachlichen Entwicklung, in ihrer Kreativität und in ihrem Sozialverhalten gefördert.“

Familie und Beruf miteinander vereinbaren

Einen weiteren wichtigen Aspekt des diskutierten Gesetzentwurfes macht Weinberg ebenso klar: „Das steigende Angebot an Kindertageseinrichtungen erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kommt damit den Wünschen vieler Familien entgegen.“ Mit Blick auf die Bedürfnisse von Familien sei eine Kontinuität in den Betreuungsangeboten über das Kindergartenalter hinaus sehr wichtig. „Hier gilt es, das Augenmerk darauf zu richten“, resümiert Weinberg.

Die Zahlen zusammengefasst

Mit dem geplanten Gesetz wird das vom Bund 2007 eingerichtete „Sondervermögen Kinderbetreuungsausbau“ um rund 1,1 Milliarden Euro aufgestockt. Konkret bedeutet das: 2017 sollen dafür Bundesmittel in Höhe von 226 Millionen Euro zusätzlich aufgewendet werden; von 2018 bis 2020 dann jährlich 300 Millionen Euro. Außerdem: Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft treten. Im Rahmen des Investitionsprogramms können zudem auch solche Investitionen gefördert werden, die der Bewegungsförderung, der gesundheitlichen Versorgung, der Umsetzung von Inklusion oder der Familienorientierung dienen.