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Michael Fuchs

Fuchs warnt vor steigender EEG-Umlage

Energiepreise dürfen nicht zum standortgefährdeten Faktor werden

Änderungen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch in dieser Wahlperiode wünscht sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs. Fuchs befürchtet, dass die EEG-Umlage, die jeder Verbraucher zu zahlen hat, von derzeit 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf etwas über sechs Cent für das kommende Jahr. Auch für Unternehmen sieht er wachsende Probleme im europäischen und internationalen Wettbewerb: "Die Energiepreise dürfen nicht zum standortgefährdeten Faktor werden."

"Wir werden, da geht nichts dran vorbei, am EEG Änderungen vornehmen müssen", sagte der Wirtschaftspolitiker – andernfalls werde die Belastung für Unternehmen und Verbraucher weiter steigen. Fuchs sprach sich zudem dafür aus, einen Konstruktionsfehler des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu korrigieren. Derzeit könne Strom nach dem Motto "Produziere und vergiss es" erzeugt und vergütet werden, ohne dass er tatsächlich genutzt werde. Auch, weil es derzeit zu wenig Speichermöglichkeiten für Strom gebe.

Erzeugung und Transport gehören zusammen

Fuchs sprach sich dafür aus, die Erzeugung und den Transport des Stroms zusammen zu betrachten. Es dürfe keine erneuerbare Energie da erzeugt werden, wo sie nicht gebraucht werde. "Es sei denn, eine Leitung, um sie dahin zu transportieren, wo sie gebraucht wird, ist da", betonte er. Dies gelte etwa für den Bau neuer Windanlagen in Norddeutschland.

Für eine Novelle des EEG hat Fuchs eine Idee: Nach einem Jahr sollen den Betreibern neuer Ökostrom-Anlagen nur noch 90 Prozent des erzeugten Stroms nach den höheren Einspeisevergütungen des EEG bezahlt werden. Zehn Prozent würden nach den Marktpreisen der Strombörse vergütet. Jedes Jahr soll der Marktanteil der Vergütung um 10 Prozentpunkte steigen.

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