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Quelle: NASA | Unsplash
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Digitalisierung – aber nachhaltig

Gipfel beschäftigt sich mit der Zukunftsfähigkeit Deutschlands

Der 14. Digital-Gipfel der Bundesregierung verbindet in diesem Jahr die beiden Mega-Trends unserer Zeit – er steht unter dem Motto „Digital nachhaltiger leben“.

Zwei Tage diskutierte die Bundesregierung ihre Digitalpolitik mit Wirtschaftsvertretern und Experten aus vielen anderen Bereichen. Die hochkarätig besetzten Panels befassten sich dann u.a. mit der Frage, auf welche Weise die Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit sorgen kann. 

Nachhaltige Infrastrukturen

Das Spektrum, um dieses Ziel anzugehen, reicht dabei von nachhaltigeren Infrastrukturen – auch mit Blick auf das Projekt zum Aufbau einer souveränen Dateninfrastruktur GAIA-X – bis hin zur Frage, wie Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit durch eine nachhaltige Industrie 4.0. stärken kann. "Digitalisierung stärkt die Nachhaltigkeit - der Digitalgipfel hebt diesen Aspekt zurecht hervor. Insbesondere KI hat ein erhebliches Potential, Prozesse in Industrie und Wirtschaft, aber auch im öffentlichen Leben nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten", sagt Tankred Schipanski, digitalpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. "Wenn wir Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken, werden wir Synergien schaffen. Deutschland ist etwa bei der Mikroelektronik weltweit sehr gut aufgestellt. Damit können wir den zurzeit noch stark steigenden Energieverbrauch digitaler Systeme perspektivisch senken."

Arbeitswelt nach Corona

Doch natürlich stehen auch andere Themen auf dem Programm, dabei geht es zum Beispiel um die Arbeitswelt nach Corona, um Forschung als Motor für Innovationen, moderne Landwirtschaft, Cybersicherheit sowie neue Möglichkeiten für datenbasierte Entscheidungen in der Verwaltung.

Frauenanteil: 17 Prozent

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Nadine Schön will zudem ein weiteres Thema angehen: Endlich sollen auch mehr Frauen für IT-Jobs begeistert werden, schließlich belegt Deutschland mit einem Frauenanteil von 17 Prozent in der IT-Branche in Europa einen der hinteren Plätze. Konsequenterweise startet auf dem Gipfel darum die Initiative „#SheTransformsIT“, die zu einem Umdenken führen soll.

Zu der fraktionsübergreifenden Initiative erklärte Nadine Schön gegenüber dem „Handelsblatt“: „Wir wollen Frauen motivieren, Start-ups zu gründen und Verantwortung in allen digitalen Bereichen zu übernehmen – ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik."