Rede


Bartholomäus Kalb (Quelle: )
Teilen

Ein länderübergreifendes Netzwerk ist entstanden

Rede zu 25 Jahre IPS

34.) Beratung des Antrages der Abgeord neten Wolfgang Börnsen (Bönstrup) Bartholomäus Kalb, Dagmar Freitag Otto Fricke, Alexander Ulrich, Viola von Cramon-Taubadel sowie weiterer Abgeordneter
 
25 Jahre Internationales Parlaments-Stipendium (IPS)
 
- Drs 17/6350-
Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Üblicherweise führen wir hier kontroverse Debatten. Heute kommt große Übereinstimmung zum Ausdruck. Umso leichter fällt es einem, der seit vielen Jahren dabei sein darf, seine Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, dass dieses Programm so gut gelungen ist und dass wir so viele tolle junge Menschen hier in 25 Jahren zu Gast haben durften. Ich selber gehöre dem Bundestag bereits seit 1987 an, fast so lange, wie das Programm besteht. Ich empfinde es immer wieder als große Bereicherung, mit diesen hervorragenden, tollen jungen Menschen zu tun zu haben und diese Zusammenarbeit – auch in den entsprechenden Gremien –, die sehr kollegial und freundschaftlich ist, pflegen zu dürfen und das Programm weiterzuentwickeln.
 
Vorhin kam schon der Dank an die Kolleginnen und Kollegen, die Universitäten, die Verwaltung des Deutschen Bundestages und die Stiftungen und viele andere zum Ausdruck, die wir nicht namentlich nennen können. Sie alle haben zum guten und erfolgreichen Gelingen dieses Programms beigetragen und werden sicherlich auch in Zukunft vollen Einsatz bringen. Herzlichen Dank auch im Namen der ganzen CSU-Landesgruppe!
 
Der Fall des Eisernen Vorhangs ist zwar schon mehr als 20 Jahre her. Aber ich persönlich empfinde es noch immer als Glück und Segen für unser Land, für Europa und für die Welt, dass die Teilung dieses Landes und dieses Kontinents mit Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl friedlich überwunden werden konnte.
 
(Beifall im ganzen Hause)
 
Deswegen war es nur folgerichtig, dass wir seinerzeit, kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, dieses Programm ausgeweitet haben, insbesondere auf die Länder Mittel- und Osteuropas, auf die Reformstaaten, auf die neuen Demokratien.
 
Ich erinnere mich noch gut – genauso wie andere Kolleginnen und Kollegen – an Einzelfälle und einzelne Teilnehmer, die seinerzeit unter ungeheuer schwierigen Bedingungen Interesse bekundet haben, die Last auf sich genommen haben und zu uns gekommen sind und die sich nach der Rückkehr sehr stark in die Entwicklung des Parlamentarismus und der Demokratie in ihren Heimatländern eingebracht haben. Einige Karrieren haben wir ja verfolgen können. Es ist etwas ganz Besonderes, dass hier ein Netzwerk über Ländergrenzen hinweg entstanden ist. Ich habe höchste Hochachtung vor diesen jungen Menschen, die einen solchen Weg gegangen sind, die sich so eingebracht haben und die jetzt im Rahmen ihrer Möglichkeiten – es wurden bereits Beispiele genannt – die Freundschaft zu Deutschland, die Freundschaft zu uns und die Freundschaft zum Parlament pflegen. Das ist ein unschätzbar hohes Gut, erst recht, wenn es schwierige Entwicklungen da oder dort gibt.
 
(Beifall im ganzen Hause)
 
Darauf wurde schon hingewiesen: Es ist geradezu eine Plattform entstanden, von der aus die jeweiligen Programmteilnehmer aus den verschiedensten Ländern miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Sie pflegen nicht nur persönliche Freundschaften, sondern sprechen sich auch in politischer Hinsicht ab. Viele dieser Menschen haben inzwischen erfreulicherweise sehr wichtige und einflussreiche Positionen in ihren Heimatländern inne.
 
Meine sehr verehrten Damen und Herren, so bleibt mir eigentlich nur, zu wünschen, dass sich dieses Programm, so wie es gestern bei diesem herrlichen Stipendiatenabend zum Ausdruck gekommen ist, in den nächsten 25 Jahren weiterentwickelt, damit die Vision, die gestern vorgetragen worden ist, im Jahre 2036 Realität werden kann. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Vergangenheit und der Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Uns, dem Deutschen Bundestag, wünsche ich für die Zukunft viel Freude mit diesem Programm.
 
Herzlichen Dank.
 

(Beifall im ganzen Hause)