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(Quelle: flickr.com/Universität Wien)
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Deutschland ist Magnet für Forscher aus aller Welt

Mit neuer Hightech-Strategie deutsche Spitzenposition weiter ausbauen

Deutschland ist ein Magnet für Wissenschaftler und Forscher aus aller Welt. Die Zahl derer, die nach Deutschland kommen, hat sich seit dem Jahr 2006 um 60 Prozent erhöht. Ein Grund hierfür ist der Pakt für Forschung und Innovation, wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka berichtete. Anlass war die Vorstellung der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Ziel dieser novellierten Hightech-Strategie ist laut Wanka, Wachstum und Wohlstand in Deutschland weiter zu befördern. Sie biete nicht nur Chancen für ausgesprochene Wachtumsbranchen, sondern rege auch die Innovationsdynamik des deutschen Mittelstands an, sagte die Ministerin. „Es ist Kern unserer Politik, für die kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Land Sorge zu tragen.“ Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, wie sehr die Digitalisierung Innovationen bedinge und beschleunige. Deshalb seien in diesem Jahr zwei große Kompetenzzentren für Big Data eingerichtet worden. Zudem habe man erhebliche Mittel für den Bereich Mikroelektronik bereitgestellt.

Milliarden für die Arbeitsforschung

Auch die Zukunft des Arbeitsmarkts spielt in der Strategie eine wichtige Rolle. In den kommenden Jahren werde mehr als eine Milliarde Euro in die Arbeitsforschung fließen, kündigte Wanka an. In diesem Bereich „braucht man aber keine dicken Bücher“, sagte die Ministerin. Wichtiger seien praxisnahe Studien in mittelständischen Betrieben.

Der zuständige Berichterstatter Stefan Kaufmann betonte: „Was wir nicht im Boden haben, müssen wir in den Köpfen haben.“ Viele Länder begännen sogar damit, die deutsche Hightech-Strategie zu kopieren - beispielsweise Frankreich oder die USA. „Schon aus diesem Grund dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen“, mahnte er. Es sei daher richtig, noch in diesem Jahr elf Milliarden Euro in die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu investieren.