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(Quelle: picture alliance/dpa)
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Akademische Karrierewege werden planbarer und transparenter

Gewinnerhochschulen beim Programm für 1.000 neue „Tenure-Track“-Professuren stehen fest

Das „Tenure-Track“-Programm will die Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses besser planbar und transparenter gestalten. Dafür werden ausgewählte Universitäten gezielt gefördert. Die Gewinnerhochschulen der ersten Auswahlrunde im „Tenure-Track“-Programm wurden jetzt bekanntgegeben. Mit den neu geschaffenen Professuren erhalten die Universitäten zusätzliches Spitzenpersonal und werden für den wissenschaftlichen Top-Nachwuchs noch attraktiver.

Bund und Länder haben 2016 das „Tenure-Track“-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vereinbart. Mit ihm werden 1.000 zusätzliche Professuren gefördert. Damit entsteht ein eigenständiger Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur an Universitäten in Deutschland. Der Bund stellt hierfür bis 2032 insgesamt bis zu einer Milliarde Euro bereit, die Länder stellen die Gesamtfinanzierung sicher.

Schaffung verlässlicher Karrierewege

Michael Kretschmer, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, freut sich über die Ergebnisse: „Seit 2005 engagiert sich der Bund in noch nie dagewesener Weise für Bildung, Wissenschaft und Forschung.“ So leiste das Programm zur Förderung von „Tenure-Track“-Professuren einen maßgeblichen Beitrag zur Schaffung neuer und verlässlicher Karrierewege in der Wissenschaft. „Der Bund stellt dafür rund eine Milliarde Euro bereit“, betont Kretschmer.

Den wissenschaftlichen Nachwuchs engagiert fördern

Gemeinsam mit der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ist das „Tenure-Track“-Programm ein wichtiger Meilenstein, um die Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses an deutschen Universitäten nachhaltig zu verbessern. „Wir als Union haben gezeigt, dass sich das für ein funktionierendes Wissenschaftssystem notwendige Maß an Dynamik und der berechtigte Wunsch der jungen Wissenschaftler nach Sicherheit in der persönlichen Lebensplanung nicht gegenseitig ausschließen“, so Kretschmer. Er hofft, dass bei der Umsetzung des „Tenure-Track“-Programms sich die Länder endlich ihrer Verantwortung für den wissenschaftlichen Nachwuchs an den Universitäten bewusst werden und die im Rahmen des Programms finanzierten zusätzlichen „Tenure-Track“-Professuren nicht dazu nutzen, bereits vorhandene Planstellen für reguläre Professuren einzusparen.

Eine Milliarde Euro für 1.000 neue Professuren                             

Albert Rupprecht, bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, gratuliert allen Hochschulen, die in dieser Auswahlrunde erfolgreich waren. „Sie erhalten mit den neuen „Tenure-Track“-Professuren zusätzliches Spitzenpersonal und werden für den wissenschaftlichen Top-Nachwuchs noch attraktiver.“ Gleichzeitig werde das „Tenure-Track“-Programm den besten Köpfen mehr Planbarkeit für ihre Karriere und die notwendige Verlässlichkeit für ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit bieten. Das Programm werde dabei nicht punktuell, sondern bundesweit wirken. „Mit ihm werden wir die Personalstruktur an Universitäten insgesamt verbessern“, bekräftigt Rupprecht.

Wissenschaftsstandort Deutschland stärken

Der Wissenschaftsexperte resümiert: „Das ‚Tenure-Track‘-Programm ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die unionsgeführte Regierung die Initiative übernommen hat und die Länder so umfassend wie noch nie dabei unterstützt, ihre Hochschulen und den Wissenschaftsstandort Deutschland nach vorne zu bringen.“

Die Auswahlergebnisse der ersten Förderrunde finden Sie unter: https://www.bmbf.de/tenuretrack