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(Quelle: picture alliance / dpa)
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Ringen um Griechenland

„Von einem dritten Hilfspaket ist überhaupt nicht die Rede.“

Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender, verlangt von Griechenland die Einhaltung der Reformzusagen. „Griechenland ist jetzt am Zug“, sagt Kauder im Interview mit der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.

„Von einem dritten Hilfspaket ist überhaupt nicht die Rede“, betont Volker Kauder. Das Zweite sei ja noch nicht einmal fertig. Die Griechen müssten dafür die Voraussetzungen schaffen. Er stellt klar, dass alles getan werde, um das Land im Euro zu halten. „Aber, die Entscheidung trifft allein Griechenland.“

Griechenland muss Zusagen einhalten

Die griechische Regierung müsse die Bedingungen, die man gemeinsam formuliert habe, auch einhalten. Der Fraktionschef mahnt: „Sonst geht alles drunter und drüber.“ Kauder hält es für die größte Gefahr für Europa, wenn man den Eindruck erhielte, dass man sich an getroffene Vereinbarungen nicht mehr halten müsse. „Ich kann den Griechen nur raten, jetzt klar zu sagen, was sie vorhaben. Vorher denke ich über andere Programme gar nicht nach.“

Die Zeit drängt

Am 5. Juni muss Griechenland Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Und zwar 300 Millionen Euro. Allerdings ist völlig unklar, ob die klammen Kassen das hergeben. Doch damit nicht genug. Im Juni sind weitere 1,5 Milliarden Euro fällig.

Hintergrund zum zweiten Hilfspaket

Zurzeit geht es in den zähen Verhandlungen um das laufende zweite Hilfspaket. Am 30. Juni 2015 läuft es aus. Bereits zweimal wurde es verlängert. Im Rahmen dieses Hilfsprogramms soll Griechenland noch 7,2 Milliarden Euro erhalten. Die EU will die Summe jedoch erst auszahlen, wenn sich die griechische Regierung zu Reformen verpflichtet. Streitpunkte dabei sind vor allem Kürzungen bei Pensionen und Reformen am Arbeitsmarkt. Gelingt keine Einigung mit den Gläubiger-Institutionen der EU und des IWF, droht Griechenland die Staatspleite. Das Land wird seit 2010 von den Euro-Partnern und dem IWF finanziell über Wasser gehalten. 

Volker Kauder im Interview mit der ARD gibt es hier noch einmal in voller Länge.

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