Henning Otte auf dem Rollfeld vor dem Abflug nach Konya

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(Quelle: Henning Otte)
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"NATO-Mitglieder stehen füreinander ein"

Bundestagsabgeordnete haben deutsche Soldaten am Standort Konya besucht

Eine Delegation des Bundestags hat die auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Konya stationierten deutschen Soldaten besucht. Ein Anfang Juli geplanter Besuch der Parlamentarier war noch von der türkischen Regierung blockiert worden. Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher Unionsfraktion, begrüßt es, dass die Frage um das Besuchsrecht gelöst werden konnte. Er bekräftigt: „Unser Einsatz ist erfolgreich“.

Nachdem die Türkei zuletzt kein Besuchsrecht für Konya erteilt hat, kam es jetzt zu einer Lösung: „Es ist gut, dass die NATO unsere Initiative aufgenommen hat und wir als Bundestagsabgeordnete nun gemeinsam mit der stellvertretenden NATO-Generalsekretärin Rose Gottemoeller unsere Bundeswehrsoldaten am Standort in Konya besuchen konnten“, sagt Verteidigungsexperte Otte.

NATO-Mitglieder stehen füreinander ein

Für Otte zeige der Besuch, dass die NATO nicht nur ein Verteidigungsbündnis, sondern auch eine Wertegemeinschaft sei. „Die Mitglieder stehen füreinander ein. So konnten wir die Auseinandersetzung mit der Türkei um das Besuchsrecht in diesem Fall lösen“, so Otte.

Das Besuchsrecht muss gelten

Für Otte und die Unionsfraktion ist klar: Es muss grundsätzlich möglich sein, dass Verteidigungspolitiker des Bundestages als zuständige Fachpolitiker auch deutsche Soldaten im Auslandseinsatz besuchen. Denn die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee.

„Unser Einsatz ist erfolgreich“

Dass der Einsatz deutscher Soldaten wichtig ist, daran lässt Otte keinen Zweifel: „Was den Einsatz in Konya angeht, so möchte ich betonten, dass der Kampf gegen das Terrornetzwerk des Islamischen Staates für uns Priorität hat.“ Die AWACS-Aufklärungsflüge der NATO unter Beteiligung der Bundeswehr dienten genau diesem Zweck. „Und wenn man sieht, wie der IS im Irak und in Syrien inzwischen immer weiter auf dem Rückzug ist und an Einfluss verliert, dann kann man auch sagen: Unser Einsatz ist erfolgreich“, resümiert der Verteidigungsexperte.

Kampf gegen Terrorismus

Deutsche Bundeswehrsoldaten befinden sich als Teil einer NATO-Einheit zur Luftraumüberwachung in Konya. Schon seit 1983 sind AWACS-Flugzeuge der NATO auf dem Militärflughafen in der türkischen Stadt stationiert. Die Flugzeuge beteiligten sich von dort aus an Einsätzen im Irak und Afghanistan und sind derzeit für die internationale Koalition gegen den so genannten Islamischen Staat (IS) in Syrien und dem Irak im Einsatz.

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