Thema des Tages


(Quelle: picture alliance/ dpa)
Teilen

Nach Anschlägen: Volker Kauder reist nach Kairo

Besuch in Kairo ist Zeichen der Solidarität mit koptischen Christen

Eine Woche nach dem Terroranschlag auf koptische Christen in Kairo ist Unionsfraktionschef Volker Kauder zu einer Reise in die ägyptische Hauptstadt Kairo aufgebrochen. Dort wird er am Samstag den Anschlagsort, die St.-Peter-und-Paul-Kirche, besuchen.
Danach sind unter anderem Treffen mit Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi, dem Großscheich von Al-Azhar, Ahmed al-Tajib, und dem koptischen Papst Tawardos II. geplant.

Volker Kauder reist seit Jahren regelmäßig nach Ägypten und andere Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Anlass für die Besuche ist nicht zuletzt sein Eintreten für die Religionsfreiheit, speziell für die Belange der Christen. 

Reise als Zeichen der Solidarität mit Kopten

Nach den Ereignissen vom vergangenen Wochenende hatte Kauder sich bestürzt gezeigt und sich besorgt über die Lage der koptischen Christen in Ägypten geäußert. "Meine mit der Bundeskanzlerin abgestimmte Reise nach Ägypten soll ein Zeichen der Solidarität mit den koptischen Christen sein", sagte Kauder vor seiner Abreise nach Kairo. In Ägypten, so der Fraktionsvorsitzende, dürfe sich nicht das wiederholen, was in den vergangenen Jahren in vielen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens geschehen sei: dass Christen zunächst bedrängt und dann auf blutige Weise vertrieben werden, damit am Ende christenfreie Regionen übrig bleiben.

"Ägypten soll ein Land bleiben, in dem Angehörige aller Religionen ihren Platz haben"

"Ich bin dankbar", sagte Kauder, "dass der ägyptische Präsident Al-Sisi und auch die oberste geistliche Autorität der Sunniten,Großscheich Al-Tajib, sich unmittelbar nach dem Anschlag dazu bekannt haben, dass Ägypten ein Land bleiben soll, in dem Angehörige aller Religionen ihren Platz haben. Dies wie auch die Ausrufung einer dreitägigen Staatstrauer von Seiten der ägyptischen Regierung war eine bedeutende Botschaft. Deutschland muss ein hohes Interesse daran haben, dass die Stabilität Ägyptens erhalten bleibt, auch wenn wir mit den innenpolitischen Entwicklungen nicht immer einverstanden sind."