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(Quelle: dpa/picture alliance)
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Flexibilität für eine starke Truppe

Bundeswehrbedarf muss sich an Sicherheit orientieren

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant erstmals seit 1990, das Personal der Bundeswehr wieder aufzustocken. Richtig so, sagt Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

„Personal, Material und Finanzen der Bundeswehr müssen sich in erster Linie an der Sicherheitslage orientieren und nicht am Haushalt des Bundes“, fordert Henning Otte, Verteidigungspolitiker der Unionsfraktion.

Cyberkrieger und Sanitäter

Ein Plus an Personal bekommen aber nicht nur die Cyber-Abwehr und der Sanitätsbereich. Auch die jüngsten Marine-Einsätze haben laut Bundesverteidigungsministerium gezeigt, dass eine weitere Boarding-Kompanie im Seebataillon nötig ist. Auch die Spezialkräfte des Heeres, wie das Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw, und die Marine sollen ausgebaut werden. Künftig soll die starre Personalobergrenze wegfallen und der tatsächliche Bedarf jedes Jahr überprüft werden.

Soldaten nicht überfordern

„Mit der Aufhebung der Personalobergrenze geht das Verteidigungsministerium den richtigen Weg zur Stärkung der Bundeswehr“, lobt Otte. Angesichts der vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen müsse der Personalumfang flexibel angepasst werden können, damit die Bundeswehr handlungsfähig bliebe und die Soldaten nicht mit den Verpflichtungen überfordert würden. „Die in Zukunft geplante jährliche Analyse des Personalbedarfs sorgt für die nötige Transparenz und schafft die Grundlage für eine solide Personal- und Haushaltsplanung“, so Otte. Dies sei ein erfolgversprechender Ansatz, den die Fraktion voll und ganz mittrage.

Hintergrund

Nach der Wiedervereinigung umfassten die deutschen Streitkräfte rund 800.000 Soldaten und zivile Mitarbeiter. 2011 wurde ein Truppenabbau beschlossen: Die Obergrenze liegt seitdem bei 185.000 Soldaten und 56.000 zivilen Beschäftigten.

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