Emmanuelle Macron am Rednerpult

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(Quelle: dpa)
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Europa profitiert von Macron

Unionsfraktion sieht schwere Aufgaben auf Macron zukommen

Politiker aus CDU und CSU gratulieren Emmanuel Macron, dem neuen Präsidenten Frankreichs, zu seinem Wahlerfolg.

Der Wahlerfolg von Emmanuel Macron gegen seine extremistische Konkurrentin Marine Le Pen sei eine gute Nachricht, so Hans-Peter Friedrich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag. Friedrich freut sich für Frankreich, Deutschland und ganz Europa! „Le Pens anti-europäischer Wahlkampf, ihre Drohung mit dem Euro-Austritt Frankreichs und einem Referendum über die französische EU-Mitgliedschaft, ist gescheitert“, so Friedrich. So bleibe die Grundlage dafür bestehen, dass Deutschland und Frankreich auch künftig ihre enge Zusammenarbeit fortsetzen könnten. „Davon profitiert ganz Europa.“

Strukturreformen für Frankreich

Friedrich sieht auf Präsident Macron allerdings auch schwierige Aufgaben zukommen: Frankreich brauche verstärkte Strukturreformen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Friedrich: „Dafür wünscht die CDU/CSU-Fraktion dem neuen französischen Präsidenten Glück und Erfolg. Wir werden ihn freundschaftlich und verlässlich unterstützen.“

Genau eine Woche nach seinem Wahlsieg will der neue französische Präsident Emmanuel Macron sein Amt im Elysée-Palast antreten. Er wurde schon einen Tag nach der Wahl von seinem Vorgänger François Hollande ins „Geschäft“ eingeführt.

Merkel: „Hoffnung für Franzosen“

"Ich habe mich über den großartigen Wahlerfolg von Emmanuel Macron sehr gefreut“, sagte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. „Emmanuel Macron trägt die Hoffnung von Millionen von Franzosen, auch von vielen Menschen in Deutschland und in ganz Europa“, so die Kanzlerin.

„Den europäischen Laden zusammenhalten“

Auch der Vorsitzende der deutsch-französischen Parlamentariergruppe im Bundestag Andreas Jung setzt Hoffnungen in den neuen französischen Präsidenten. "Wer, wenn nicht wir, soll denn den europäischen Laden zusammenhalten?" betont Jung. Jung sprach sich allerdings im gleichen Atemzug gegen einen gemeinsamen europäischen Haushalt aus und somit gegen eine „Vergemeinschaftung von Schulden“. Ein gemeinsames deutsch-französisches Investitionsprogramm hält er allerdings für eine gute Idee, so Jung in einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin. "Wir sollten zum  Beispiel in intelligente Energienetze investieren, in schnelles Internet und auch in Straßen und Schienen. So können wir gemeinsam etwas für Wachstum tun und unsere gemeinsame Partnerschaft festigen."