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Anschlag in der Türkei ist „menschenverachtend“

Kampf gegen Terrorismus muss entschieden fortgesetzt werden

Ein Selbstmordattentat hat in der belebten Gegend um die Hagia Sophia in Istanbul zehn deutsche Todesopfer gefordert. Damit zeige sich der internationale Terrorismus wieder einmal mit seinem "grausamen und menschenverachtenden Gesicht", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kampf gegen den internationalen Terrorismus entschieden fortsetzen

Auch Unionsfraktionschef Kauder zeigte sich nach Bekanntwerden der Ereignisse tief getroffen. Man müsse damit rechnen, dass es auch viele deutsche Opfer gebe, sagte er am Rande der Unions-Fraktionssitzung. Die Tat eines mutmaßlichen IS-Terroristen zeige einmal mehr, dass „der Kampf gegen den internationalen Terrorismus entschieden fortgesetzt werden muss.“ Hierfür brauche man eine breite Übereinkunft mit allen Verbündeten. 
Angela Merkel hatte die Tat bereits zuvor als "grausam" und "menschenverachtend" verurteilt: "Wir müssen feststellen: Heute traf es Istanbul, es traf Paris, es traf Tunesien, es traf auch Ankara schon, das heißt, der internationale Terrorismus zeigt sich heute wieder einmal mit seinem grausamen und menschenverachtenden Gesicht“, sagte die Kanzlerin. Das Ziel der Terroristen sei stets das selbe: Ein freies Leben. "Terroristen sind Feinde der Menschlichkeit", betonte die Kanzlerin.
In einer zweiten Pressekonferenz bestätigte Merkel dann, dass es sich um deutsche Opfer handelt und drückte den Familien und Freunden ihre Anteilnahme aus. Man stehe den Familien jetzt zur Seite, sagte sie. Zu diesem Zweck sei auch das Auswärtige Amt vor Ort im Einsatz. 

Türkische Regierung trauert mit Deutschland

Weiter berichtete Merkel von einem Gespräch mit der türkischen Regierung. Diese habe ihr das "tiefe Beileid des türkischen Volkes" ausgedrückt. In dem Zusammenhang wies die Bundeskanzlerin darauf hin, dass die Türkei seit langem unter der Bedrohung des Terrors leide. "Wir fühlen uns mit den Menschen in Solidarität verbunden", sagte sie.