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Arbeitswelt im Wandel: Welche Folgen hat Homeoffice?

Digitales Fachgespräch zu „Pandemie und Arbeitswelt im Wandel“

Die Folgen der Corona-Pandemie greifen tief in die Arbeitswelt ein. Viele Arbeitnehmer sind im Homeoffice tätig, andere sehen sich in ihrem Umfeld völlig neuen Herausforderungen ausgesetzt. Angesichts all dieser Umbrüche lud Uwe Schummer, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu dem digitalen Fachgespräch „Pandemie und Arbeitswelt im Wandel“ ein.

„Da die Folgen der Pandemie weiter anhalten, müssen wir die Auswirkungen auf die Arbeitswelt genau beobachten und auswerten“, hob Schummer hervor. In einer Hauruck-Aktion hätten viele Arbeitnehmer ihre Tätigkeit nach Hause verlagert, um die Folgen der Pandemie für ihre Firmen abzufedern. Jetzt komme es darauf an, die Auswirkungen dieses Wandels genauer in den Blick zu nehmen. Zugleich seien andere Arbeitnehmer von den Möglichkeiten des Homeoffice oder des mobilen Arbeitens ausgeschlossen - aber auch für sie habe sich das Umfeld im Alltag spürbar verändert. Und nicht zuletzt müssten so manche Arbeitnehmer mit gewissen Gefährdungen rechnen, da sie beispielsweise als Pfleger, Polizisten oder Busfahrer häufige Kontakte zu anderen Menschen haben.

Krisenfestigkeit zwischen Arbeitnehmer und -geber

Zur Sprache kam selbstverständlich auch die Perspektive der Arbeitgeber: Wie lässt sich im Homeoffice-Alltag die „Führung aus der Ferne“ sicherstellen? Und wie lassen sich technische Lösungen finden, wenn beispielsweise große Mengen an sicherheitsrelevanten Daten verschickt oder gespeichert werden?

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, erinnerte in der Debatte zudem an die Bedeutung der Sozialpartnerschaft: „Gerade in der Krise bewähren sich die stabilen Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.“ Gleichzeitig müsse der Blick für die Menschen besonders geschärft werden, die in den vergangenen Monaten in existenzielle Nöte gerieten: „So mancher Schausteller hatte beim Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr seine letzten Einnahmen erzielt. Das ist ein Drama“, so Laumann.

Volker Ullrich: "Wir müssen die Tarifbindung stärken"

Und Volker Ullrich, CSU-Abgeordneter und Vorsitzender des CSU-Sozialflügels, mahnte an, dass die Würde der Arbeit erhalten bleiben müsse. Die Arbeit diene schließlich nicht nur dem Broterwerb, sondern sei auch sinnstiftend. In der Krise müsse aber auch darauf geachtet werden, dass die Arbeit nicht „entgrenzt“ werde. Gerade auch die Bezieher von kleineren oder mittleren Einkommen hätten Anspruch auf klare Vorgaben für den Arbeitsalltag. Daher steht für Ullrich fest: „Wir müssen die Tarifbindung stärken.“