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Für Sicherheit und Wohlstand

3 Jahre große Koalition

Was trägt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu einer erfolgreichen Zukunft bei?

Deutschland geht es gut. Die Wirtschaft wächst, die Zahl der Beschäftigten bewegt sich auf Rekordniveau und die Realeinkommen steigen. Wir stehen vor großen Herausforderungen, denen wir aufgrund unserer guten Wirtschaftslage aber zuversichtlich entgegen sehen können. Dass diese so gut bleibt, behalten wir im Blick.

Dafür haben die Bundesregierungen unter Angela Merkel die richtigen Weichen gestellt — unterstützt durch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. So wurde auf Steuererhö­hungen verzichtet. Die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu den Sozialversicherungen blieben weit­gehend stabil. Bei der Einführung des Mindestlohns achtete die Union darauf, dass sich die Belastungen für Unternehmen in Grenzen halten. Bei der Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen wurde eine vernünf­tige Regelung gefunden.

Damit der Wohlstand in Deutschland erhalten bleibt, muss der Übergang in das Wirtschaftszeitalter der Digi­talisierung gelingen. Instrumente für die umfassende Vernetzung von Produktionsabläufen sind die Digitale Agenda und die Hightech-Strategie. Weil deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen müssen, ist nach Ansicht der Union ein faires Freihan­delsabkommen der EU mit den USA notwendig, auch wenn es nicht populär sein mag.

Was bedeutet der Verzicht auf neue Schulden?

Zum ersten Mal seit über 4o Jahren kam der Bund 2014 ohne neue Schulden aus. Mit kluger Wachstumspolitik und unter Verzicht auf Steuererhöhungen hatte die Unionsfraktion lange darauf hingearbeitet. Beim aus­geglichenen Haushalt soll es bleiben. Damit werden künftige Generationen von Lasten befreit.

Die Regierung investiert gleichzeitig in die Zukunft: beispielsweise in den Jahren 2016 bis 2018 zusätzliche zehn Milliarden Euro in Infrastruktur und Energieeffizienz sowie weitere fünf Milliarden Euro in die Investi­tionstätigkeit finanzschwacher Kommunen. Auch in den Bereichen Soziales, Familie und Bildung unterstützt der Bund Länder und Kommunen Jahr für Jahr mit mehreren Milliarden Euro. Die Bürger haben nun etwas mehr in der Tasche: Mit dem Abbau der kalten Progression bleibt mehr Netto vom Brutto.

Welche Fortschritte gibt es in der Asyl- und Flüchtlingspolitik?

Die Flüchtlingsbewegung ist die größte Herausforde­rung für unser Land seit Jahrzehnten. Deutschland steht zu seiner humanitären Verpflichtung, Menschen zu helfen, die politisch verfolgt sind oder aus einem Bürgerkriegsland stammen. Dennoch kann nicht jeder in Deutschland aufgenommen werden. Mit einer Reihe von europäischen und nationalen Maßnahmen ist es gelungen, die Zahl der Flüchtlinge spürbar zu reduzieren.

Auf Drängen der Union hat die Bundesregie­rung die größte Reform des Asylrechts seit den 199oer Jahren in Kraft gesetzt, um die Zuwan­derung besser zu steuern und Fehlanreize für offensichtlich nicht Schutzbedürftige zu ver­ringern. Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive können schneller abgeschoben werden. Sechs Balkanländer wurden inzwischen zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt. Diese Liste soll um nordafrikanische Staaten erweitert werden. Unabhän­gig davon muss klar sein: Wer massiv gegen unsere Gesetze verstößt, verwirkt sein Gastrecht.

Die Unionsfraktion setzt sich vehement für die Bekämp­fung der Fluchtursachen und den besseren Schutz der EU-Außengrenzen ein. Teil dieser Bemühungen ist das Abkommen der EU mit der Türkei.

Wie kann Integration gelingen?

Zuwanderung kann dann ein Gewinn sein, wenn die Integration gelingt. Das neue Integrationsgesetz setzt auf das Prinzip „Fördern und Fordern". Wer dauerhaft in Deutschland leben will, muss die deutsche Sprache lernen und für seinen Lebensunterhalt sorgen. Er muss unsere Gesetze achten und unsere Werte anerkennen.

Das Integrationsgesetz sieht zahlreiche Maßnahmen vor, um anerkannte Flüchtlinge und Menschen mit guter Bleibeperspektive besser zu integrieren, bei­spielsweise einen erleichterten Zugang zu Integrations­kursen und zum Arbeitsmarkt. Es drohen aber auch Sanktionen, wenn Angebote nicht wahrgenommen werden. Anerkannten Flüchtlingen kann künftig unter bestimmten Bedingungen für drei Jahre der Wohnort vorgeschrieben werden. Das soll eine Ghettobildung in Ballungsräumen verhindern.

Wie wird für die Sicherheit der Menschen gesorgt?

Innere Sicherheit ist für die CDU/CSU-Frak­tion eines der Hauptthemen dieser Wahl­periode. Die größten Herausforderungen sind zurzeit der islamistische Terror und die organisierte Kriminalität. Die Koalition hat bereits einiges getan, um Dschihadisten das Handwerk zu legen.

Auf Betreiben der Union wird das Personal der Sicherheitsbehörden um mehrere tausend Stellen aufgestockt. Es sollen aber weitere Mitarbeiter eingestellt und deren Ausrüstung verbessert werden. Die Wiedereinführung einer Mindestspeicherfrist für Verbindungsdaten erleichtert Ermittlungen in besonders schweren Straftaten wie Kinderpornografie oder Terrorismus.

Ein besonderes Anliegen der Union ist der Einbruchsschutz. Hier setzt die Koalition unter anderem auf Prävention. So werden Eigentümer und Mieter bei Maßnahmen zur Eigensicherung finanziell unterstützt. Darüber hinaus möchte die Fraktion die Strafen für Wohnungseinbruch verschärfen.

Für die Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum dringt die Union auf mehr Polizeipräsenz und moderne Überwachungstechnik. Strafbarkeitslücken bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung werden geschlossen.

Was bedeutet wertegebundene Außen- und Sicherheitspolitik?

Die Zahl der Krisen und Konflikte auf der Welt hat stark zugenommen. Deutschland stellt sich den außenpolitischen Herausforderungen als Mitglied der Europäischen Union, als NATO-Partner und als Teil der westlichen Gemeinschaft – beispielsweise in der Ukraine, im Irak, in Syrien und dem gesamten Nahen Osten.

Diese Konflikte berühren unsere Sicherheitsinteressen, wie die jüngsten Terroranschläge zeigen. Die Union setzt sich daher für eine Aufstockung des Verteidigungsetats ein.

Die CDU/CSU-Fraktion tritt besonders für die Religionsfreiheit in aller Welt ein. Denn das Recht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit ist ein elementares Menschenrecht – allerdings auch seit Jahren weltweit bedroht. Zahlreiche internationale Konflikte sind in ihrem Kern religiöse Konflikte. Das lässt sich etwa im Irak und in Syrien beobachten, wo der „Islamische Staat“ weite Landstriche mit Terror überzieht. Die internationale Gemeinschaft muss daher noch entschiedener für Religionsfreiheit eintreten. Die Fraktion beteiligt sich beispielsweise an einer internationalen Allianz aus Parlamentariern, die sich für Religionsfreiheit einsetzen. Nach einer Tagung in New York am Sitz der Vereinten Nationen wird dieses Jahr eine Konferenz in Berlin stattfinden.

Sind Europa und der Euro krisenfest?

Die Europäische Union sichert für Deutschland Frieden und Wohlstand. Gerade nach der Entscheidung der Briten für einen Brexit müssen wir die EU stärken und ihren Wert für alle Bürger deutlicher machen. Jeder muss seinen Beitrag leisten: Die Mitgliedsstaaten müssen solidarischer handeln. Die EU muss sich mehr auf die großen Fragen konzentrieren und so auch eine Antwort auf die Migrationsbewegungen finden. Für die Unionsfraktion ist Europa unsere Zukunft. In Europa konnten große Herausforderungen immer wieder gemeistert werden wie zuletzt auch die um den Euro. Die Währungsunion steht mittlerweile auf einer soliden Grundlage. Auch Griechenland fasst Fuß. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beteiligt sich weiterhin an den Hilfsprogrammen für Athen, was immer eine Kernforderung der Unionsfraktion war.

Wie werden Bildung und Forschung gefördert?

Bildung und Forschung sind die Quellen unseres Wohlstands. Unter den unionsgeführten Bundesregierungen der vergangenen elf Jahre wurde das Budget dafür verdoppelt. Bildungschancen wurden spürbar verbessert. Es studieren mehr junge Menschen als jemals zuvor. Neben der Schaffung von Studienplätzen engagiert sich der Bund auch in der Ausbildungsfinanzierung. Seit Anfang 2015 entlastet er durch die vollständige Übernahme der BAföG-Kosten die Länder um jährlich mehr als eine Milliarde Euro. Außerdem wurde das BAföG 2016 erhöht. Nach einer Grundgesetzänderung kann der Bund nun gemeinsam mit den Ländern Hochschulen von überregionaler Bedeutung dauerhaft fördern.

Wie wird die Infrastruktur verbessert?

Nur mit einer flächendeckend ausgebauten Verkehrsinfrastruktur und schnellen Breitbandnetzen bleibt Deutschland wettbewerbsfähig. Auf Drängen der Unionsfraktion werden daher weitere Milliarden in Straßen, Schienen und Wasserstraßen investiert. Bis zum Jahre 2018 steigen die Investitionen in die Infrastruktur um rund 40 Prozent gegenüber 2014. Der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur kommt unter anderem die Ausweitung der Lkw-Maut zugute.

Mit einem Förderprogramm ebenfalls in Milliardenhöhe leistet der Bund erstmalig einen erheblichen Beitrag zum Breitbandausbau. Der ländliche Raum und die Gewerbegebiete sollen an Glasfasernetze angeschlossen werden.

Die Kosten des Breitbandausbaus sollen durch Mitnutzung bestehender und zu verlegender Rohre gesenkt werden. Die Koalition hat außerdem den Weg für offene WLAN-Netze frei gemacht. Wer sein drahtloses lokales Netzwerk für andere Nutzer öffnet, soll künftig nicht mehr für deren Verhalten haftbar gemacht werden.

Wie steht es um die soziale Sicherheit?

Die Unionsfraktion setzt sich dafür ein, dass die Rente auch für künftige Generationen auskömmlich bleibt. Darüber hinaus will sie Betriebsrenten und private Vorsorge fördern. Mit der Flexi-Rente kommt die Union denjenigen entgegen, die über das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten wollen. In dieser Wahlperiode wurde auf Drängen der Union die Mütterrente erhöht, womit die Lebensleistung einer ganzen Generation von Frauen gewürdigt wird.

Mit dem Anstieg der Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Menschen, die im Alter auf Pflegeleistungen angewiesen sein werden. Seit Anfang 2015 fließt mehr Geld in die Pflege. Nun erhalten beispielsweise auch Demenzkranke Leistungen aus der Pflegekasse. Pflegende Angehörige können in Akutfällen eine bezahlte zehntägige Auszeit vom Job nehmen.

Für die geburtenstarken Jahrgänge wurde ein Vorsorgefonds angelegt, damit die Beiträge zur Pflegeversicherung später nicht aus dem Ruder laufen.

Wie unterstützt die Koalition Frauen und Familien?

Familien sollen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten können. Das neue Elterngeld Plus bietet Eltern noch mehr Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem fördert der Bund den Kita-Ausbau seit 2008 mit rund sechs Milliarden Euro. Auch Kindergeld und Kinderzuschlag wurden erhöht.

Die Unionsfraktion setzt sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Um Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen zu unterstützen, hat die Koalition eine Frauenquote in Aufsichtsräten eingeführt. Die Union hat gleichzeitig dafür gesorgt, dass Unternehmen in dieser Frage Flexibilität und Rechtssicherheit bekommen.

Für gleiche Arbeit muss gleicher Lohn gezahlt werden. Wo Frauen in gleichen Positionen weniger als Männer verdienen, müssen Benachteiligungen beseitigt werden. Es bleibt in erster Linie Aufgabe der Unternehmen und Gewerkschaften, hier letzte Lücken in der Lohngleichheit zu schließen. Der Staat sollte sie dabei aber in vernünftiger Weise unterstützen.

Im Kampf gegen die Fremdbestimmung in der Prostitution hat die Koalition eine strengere Regulierung des Gewerbes beschlossen. Ergänzt wird diese durch schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Zwangsprostitution.

Welchen Wert haben Landwirtschaft und Ernährung?

Die Landwirte erzeugen nicht nur Nahrungsmittel, sie leisten auch einen Beitrag zur Bewahrung unserer Kulturlandschaft. Sehr viele deutsche Bauern, insbesondere Milchbauern und Schweinehalter, kämpfen aber um ihr Überleben. Um die Existenz der Höfe zu sichern, hat die Regierung kurzfristige Hilfen in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro beschlossen. Mittelfristig kann jedoch nur eine Drosselung der Überproduktion zu stabilen Preisen führen.

Beim Tierschutz setzt die Koalition auf freiwillige Vereinbarungen und wissenschaftliche Lösungen, die leicht umzusetzen sind. Die Bundesregierung fördert deshalb die Forschung, damit frisch geschlüpfte männliche Küken nicht mehr getötet oder Schnäbel und Schwänze nicht mehr gekürzt werden müssen.