andel mit den USA: Kritik an deutschem Exportüberschuss ist unangebracht

Text und Interview


(Quelle: picture alliance/ Ulrich Baumgarten )
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Linnemann: Steuern senken und Bürokratie abbauen

Drei Fragen zum Jahreswirtschaftsbericht an Carsten Linnemann

Die Bundesregierung hat ihren diesjährigen Jahreswirtschaftsbericht vorgestellt. Darin geht sie von einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent für dieses Jahr aus. Dazu drei Fragen an und drei Antworten vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann. 
 

Herr Linnemann, welche Botschaft hat für Sie der Jahreswirtschaftsbericht?

Linnemann: „Der Jahreswirtschaftsbericht macht deutlich, dass die Gefahr einer Rezession jetzt erst einmal gebannt ist. Der Brexit ebenso wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China scheinen vorerst unter Kontrolle zu sein. Diese positiven Entwicklungen sind allerdings kein Grund zum Zurücklehnen. Die außenwirtschaftlichen Risiken bestehen fort. Auch die Entwicklung bei den Unternehmensgründungen und der Produktivität machen mir Sorgen. Sehr ernst nehmen müssen wir auch die Warnsignale aus der Industrie.“ 

Was muss jetzt geschehen?

Linnemann: „Jetzt ist Zeit für Strukturreformen. Wir dürfen nicht immer nur ans Verteilen denken, sondern auch ans Erwirtschaften. Wir müssen die Steuern für die Bürger und die Unternehmen senken, den Soli ganz abschaffen, Bürokratie abbauen, digitale Infrastruktur ausbauen und mehr Experimentierräume für neue Technologien und Gründer schaffen. Nur so wird Deutschland auch in Zukunft wirtschaftlich stark bleiben. 

Was fordern Sie in der Energie- und Klimapolitik?

Linnemann: „Ich fordere eine echte Technologieoffenheit und einen sektor- und länderübergreifenden Emissionshandel auch für Wärme und Verkehr. Deutschland muss der Welt zeigen, wie Wachstum, Wohlstand und Klimaschutz zusammenpassen.“