Thorsten Frei Porträt

Text und Interview


(Quelle: CDU(CSU-Bundestagsfraktion | Salvadore Brand)
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Frei: "Computerkriminalität bekämpfen"

Thorsten Frei fordert mehr Schutz vor Kriminalität im Internet 

Datenklau, Hacking, Handel im Darknet: Kriminelle nutzen alle Möglichkeiten, die das Netz bietet. Das BKA berichtet von einer steigenden Kriminalitätsentwicklung im Bereich Cyber-Crime. Dazu Thorsten Frei, Rechtspolitiker.

Herr Frei, warum wollen Sie den Schutz vor Kriminellen im Netz verbessern?

Thorsten Frei: „Wir alle verlagern mehr und mehr Aktivitäten aus der realen in die virtuelle Welt, ob etwa Besprechungen, Einkäufe oder Freizeitkurse. Das geltende Recht hält hiermit derzeit nicht Schritt: Es behandelt die Computerstraftaten oft als Kavaliersdelikte. Das muss sich ändern.“

Video: Thorsten Frei zum Thema Computerkriminalität

"Digitalen Hausfriedensbruch unter Strafe stellen."

Was muss verändert werden?

Frei: „Ich gebe Ihnen drei Beispiele: Erstens: Wir müssen die Strafrahmen der Computerdelikte anpassen – etwa für den ‚Datenklau‘. Denn das Opfer muss dauerhaft mit den Folgen leben, wenn Privates ins Netz gestellt wird. Zweitens: Wir müssen den ‚digitalen Hausfriedensbruch‘ unter Strafe stellen, denn es kann nicht sein, dass in der virtuellen Welt ungestraft bleibt, was im echten Leben natürlich sanktioniert wird. Drittens: Wir müssen kriminellen Plattformen im Darknet den Kampf ansagen. Wer einen Handelsplatz betreibt, auf dem Drogen oder Waffen verkauft werden, darf nicht straffrei ausgehen.“

"Mobbing gezielt verfolgen"

Welche weiteren Maßnahmen stellen Sie sich vor?

Frei: „Wir müssen vor allem auch sicherstellen, dass Kinder im Internet sicher unterwegs sind. Deshalb brauchen wir etwa einen speziellen Straftatbestand, um Mobbing im Internet gezielt verfolgen zu können. Digitale Bildung und Sicherheit im Netz müssen Hand in Hand gehen.“