Pressestatement


Teilen

Verwendung von Antibiotika auf ein notwendiges Minimum reduzieren

Zur Debatte über den Einsatz von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin können Sie den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Georg Nüßlein, mit folgenden Worten zitieren:

„Antibiotika werden zu häufig und oft unbegründet angewendet. Die Folge ist, dass immer mehr resistente und multiresistente Keime die Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika einschränken. Für die Behandlung stehen oftmals nur noch wenige sogenannte Reserveantibiotika zur Verfügung. Und im schlimmsten Fall gibt es gar kein wirksames Antibiotikum. Leider wird seit vielen Jahren auch zu wenig in die Erforschung neuer antibiotischer Wirkstoffe investiert.

Ziel unserer Politik muss es deshalb sein, die Verwendung von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Nur so kann die Wirksamkeit dieser wichtigen Stoffe auch in Zukunft erhalten bleiben und die Behandlung schwerer Erkrankungen weiterhin auf gewohnt hohem medizinischen Niveau erfolgen. Beim verantwortungsbewussten Umgang mit Antibiotika stehen Ärzte und Patienten gleichermaßen in der Pflicht.

Gleichzeitig geht es darum, auch die Ursachen für das Entstehen von resistenten Keimen zu bekämpfen. Ich denke hier zuallererst an Infektionen, die bei einer stationären Behandlung im Krankenhaus auftreten. Jede zusätzliche Infektion bedeutet persönliches Leid für den Patienten und seine Angehörigen. Außerdem führen Krankenhausinfektionen zu erheblichen Mehraufwendungen für die Solidargemeinschaft.“