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Bot-Aufkommen transparent machen

Nach Medienberichten will Facebook prüfen, ob es für russische Kampagnen zur Brexit-Entscheidung missbraucht wurde. Hierzu können Sie die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, wie folgt zitieren:

"Digitale Netzwerke müssen endlich mehr Verantwortung dafür übernehmen, was auf ihren Plattformen passiert. Denn Fake Accounts, Fake Follower oder Social Bots haben nicht nur das Potenzial, Meinung zu beeinflussen. Sie können allein durch ihre Masse Statistiken und Trends manipulieren und damit regelrechte Kampagnen auszulösen. Zu beobachten war das unter anderem im amerikanischen Wahlkampf.

Bisher schaffen es die Anbieter offensichtlich nicht, beispielsweise das Bot-Aufkommen transparent zu machen und ausreichend einzugrenzen. Um mehr Transparenz zu schaffen, sollte in einem ersten Schritt eine Kennzeichnung von Social Bots geprüft werden. Dann weiß der Nutzer wenigstens, dass er es mit einem Programm und nicht mit einem Menschen zu tun hat. In einem zweiten Schritt sollte auch geprüft werden, welche technischen Möglichkeiten es gibt, das Unterwandern von Sozialen Medien durch Social Bots zu verhindern und ob dies sinnvoll ist."