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Weltweite Bedrohung von Christen wächst weiter dramatisch

CDU/CSU-Fraktion setzt Einsatz für Menschenrecht auf Religionsfreiheit mit aller Kraft fort

Die überkonfessionelle, christliche Hilfsorganisation Open Doors hat am heutigen Mittwoch ihren jährlichen Weltverfolgungsindex. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Christen sind als Angehörige der größten Glaubensgemeinschaft weltweit am stärksten von der Verletzung des elementaren Menschenrechts auf Religionsfreiheit betroffen. Die Zahl bedrängter und verfolgter Christen wächst weiter, die Intensität der Bedrohung lässt nicht nach. Das belegt der aktuelle Weltverfolgungsindex des christlichen Hilfswerks Open Doors, der jährlich erscheint.

Die Entwicklung bleibt Anlass zu größter Sorge und bestärkt uns gleichzeitig, in unserem Einsatz für Religionsfreiheit - insbesondere für Christen, denen in über 76 Ländern das Recht auf freie Ausübung ihres Glaubens verwehrt wird - nicht nachzulassen. Unsere Solidarität gilt daneben allen verfolgten und bedrängten religiösen Minderheiten.

Die CDU/CSU-Fraktion hat zu Beginn der Wahlperiode daher die Bundesregierung mit dem Antrag ‚Internationales Engagement für das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit fortsetzen – Amt des Beauftragten der Bundesregierun für weltweite Religionsfreiheit fortsetzen‘ (Drs. 20/267) aufgefordert, das Engagement der vormaligen unionsgeführten Bundesregierung fortzusetzen und weitere Initiativen zu ergreifen, um das Menschenrecht auf Religionsfreiheit zu schützen.

Mit dem Weltverfolgungsindex macht das christliche Hilfswerk auf eine weitere Entwicklung aufmerksam, die eine zusätzliche ernsthafte Gefahr für das zentrale Menschenrecht birgt. Chinas Negativ-Modell der ideologischen und zentralisierten Kontrolle aller Religionen findet Nachahmer unter anderen autoritären Regimen. So haben Vietnam und Kuba das Modell übernommen.“

Hintergrund:

Der Weltverfolgungsindex 2022 umfasst eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Die Liste wird in diesem Jahr von Afghanistan angeführt. Afghanische Christen sind Konvertiten. Seit der Machtübernahme der extremistischen Taliban droht ihnen die Ermordung, sofern sie entdeckt werden. Nordkorea rangiert nun auf Platz 2, obwohl die Situation der Christen sich dort nicht verbessert hat. Auf den nachfolgenden Plätzen stehen Somalia (3), Libyen (4) und Jemen (5). Die Zahl der wegen ihres Glaubens getöteten Christen ist auf 5.898 – von 4.761 im Jahr davor – gestiegen. 79 Prozent der dokumentierten Fälle (in absoluter Zahl: 4.650) sind Nigeria zuzuordnen, Pakistan folgt mit 620 ermordeten Christen.

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