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Pressemitteilung |

Welterbe der Kulturtraditionen

Ratifizierung zügig zum Abschluss bringen

Der Ratifizierungsprozess des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes befindet sich in der Endphase. Dazu erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup):

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die Fortschritte bei der Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Laut Prognose des Auswärtigen Amtes wird das Ratifizierungsverfahren nach der parlamentarischen Sommerpause ‚zügig‘ beendet werden können.

Das wird auch Zeit: 143 Staaten sind dem Übereinkommen inzwischen beigetreten, Deutschland noch nicht. Erst nach dem Beitritt kann Deutschland seine Bräuche, Minderheitensprachen oder Handwerkstechniken für die ‚Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit‘ vorschlagen. Auch Volkslieder oder Märchen gehören zu unserem kulturellen Erbe. Andere Staaten haben das UNESCO-Siegel bereits weidlich zur Verbreitung ihres kulturellen Erbes genutzt.

Es ist erfreulich, dass nunmehr alle Verantwortlichen in Deutschland an einem Strang ziehen. Die Kultusministerkonferenz hat ein Szenario zur Umsetzung des Übereinkommens erarbeitet. Dies enthält die Erstellung einer Liste des immateriellen Kulturerbes auf nationaler Ebene sowie die Berufung eines Expertenkomitees, das Nominierungsvorschläge für die UNESCO-Liste machen soll. Das Auswärtige Amt hat den bei Beitritt fälligen Betrag für den Haushalt 2013 beantragt. Der Kulturstaatsminister hat 100.000 Euro für die einzurichtende Geschäftsstelle bei der Deutschen UNESCO-Kommission bewilligt. Damit kann Deutschland 2012 das 144. Welterbe-Beitrittsland werden.

2013 wird die UNESCO-Konvention Immaterielles Kulturerbe bereits zehn Jahre alt. Für Deutschland wird es dann heißen: ‚Beitritt – besser spät als nie!“

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