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(Quelle: Jan Kopetzky)

Weiter energisch gegen Hunger kämpfen

Wir müssen den Rückschlag durch die Corona-Pandemie schnell ausgleichen

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) stellt am heutigen Montag ihren jährlichen Bericht über den Stand der Nahrungsmittelsicherheit und Ernährung in der Welt vor. Dazu erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Volkmar Klein:

„Wir dürfen im Kampf gegen den Hunger nicht nachlassen. Die Bekämpfung des Hungers bleibt das zentrale Ziel der Entwicklungszusammenarbeit und ist neben der Überwindung der Armut zu Recht das zweite Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen.

Denn eine Welt ohne Hunger ist möglich. Den Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft ist es zu verdanken, dass der Anteil der weltweit hungernden Menschen zwischen 2004 und 2019 von rund 15 auf unter neun Prozent gedrückt werden konnte. Doch ist die Bilanz gemischt: Während die Zahl der Hungernden in Asien sank, stieg sie in Subsahara-Afrika bereits vor der Corona-Pandemie wieder an, oft infolge militärischer Konflikte.

Aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung investiert Deutschland jährlich rund 1,5 Milliarden Euro in den Kampf gegen den Hunger. Wir sind damit nach den USA und der EU der größte Geber in diesem Bereich. Unter anderem engagiert Deutschland sich sehr erfolgreich für kleinbäuerliche Betriebe in afrikanischen Staaten, um dort die Lebensmittelproduktion nachhaltig und ressourcenschonend zu erhöhen.

Die Corona-Pandemie hat allerdings zu einem Rückschlag geführt. Wir müssen deshalb jetzt noch mehr tun. Allein das Entwicklungsministerium hat für sein Corona-Sofortprogramm rund 4,7 Milliarden Euro bereitgestellt. Auch deshalb wuchs Deutschlands Unterstützung für das UN-Welternährungsprogramm im Jahr 2020 erstmals auf über eine Milliarde Euro.

Der Kampf gegen den Hunger bleibt in den nächsten Jahren zentrale Aufgabe unserer Entwicklungszusammenarbeit.“