Reporter ohne Grenzen

Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance / dpa | Creative Commons-Lizenz CC BY-ND-4.0)))
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Verbrechen gegen Journalisten müssen konsequent geahndet werden

UN-Sonderbeauftragten zum Schutz von Journalisten berufen

Die Zahl getöteter Journalisten und Medienmitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Angesichts der gezielten Verfolgung von Journalisten muss deren Schutz auch auf der Ebene der Vereinten Nationen massiv gestärkt werden. Die Berufung eines UN-Sonderbeauftragten ist aufgrund der zunehmenden Bedrohung von Medienschaffenden und der wachsenden Einschränkung von Presse- und Meinungsfreiheit weltweit dringend geboten. Verbrechen gegen Journalisten müssen konsequent geahndet werden.

Angriffe auf Journalisten haben oft das Ziel, deren Engagement zu unterbinden, die Wahrheit zu verschleiern und das hohe Gut der Presse- und Meinungsfreiheit von Grund auf zu zerstören. Das ist nicht hinnehmbar.“

Hintergrund:

80 Journalisten und Medienmitarbeiter wurden bislang in diesem Jahr getötet, davon 49 gezielt ermordet. 348 sind weltweit inhaftiert. Die Zahl der Getöteten ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das geht aus der Jahresbilanz 2018 von Reporter ohne Grenzen hervor. Besondere Gefahr besteht für Journalisten während ihrer Tätigkeit in bewaffneten Konflikten. Darüber hinaus sind sie besonderen Gefahren ausgesetzt, wenn sie Korruption und die Verbrechen krimineller Milieus aufdecken.