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(Quelle: privat)

Unsere Böden müssen als wertvolle Ressource geschützt werden

Bedeutung der Böden für Klimaschutz, Artenvielfalt und Nahrungsmittelversorgung muss stärker ins Bewusstsein rücken

Seit 2002 findet an jedem 5. Dezember der Weltbodentag statt. Er soll auf die lebenswichtige Bedeutung der Böden für Klimaschutz, Artenvielfalt und Nahrungsmittelversorgung aufmerksam machen. Anlässlich des Weltbodentages 2021 erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Gitta Connemann:

„Böden sind eine unersetzliche Ressource – und nicht vermehrbar. Allerdings wird ihre Bedeutung nicht immer wahrgenommen. Böden nehmen CO2 auf, speichern Wasser und Nährstoffe, bieten im wahrsten Sinne die Grundlage für unsere Nahrungsmittelversorgung sowie eine Heimat für viele Tier-, Pflanzen und Pilzarten. Aber ‚Böden‘ sind gefährdet: durch Dürren, Fluten, Auslaugung, Versiegelung, aber auch durch nicht ausreichende Bewirtschaftung. Grünland, das nicht bewirtschaftet wird, verbuscht zum Beispiel. Und verliert damit seinen Wert als CO2-Speicher.

 

‚Böden‘ sind die Grundlage für die Landwirtschaft in Deutschland. Von der Arbeit eines Landwirtes werden 134 Menschen ernährt. Aber die landwirtschaftliche Nutzfläche schwindet, bzw. darf nur noch eingeschränkt genutzt werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen der Gesellschaft an die Ernährung und die Herstellung der Lebensmittel. Sie sollen stets verfügbar, günstig, vielfältig, schadstofffrei und nachhaltig erzeugt sein. Das geht nur schwer zusammen.

 

Unsere Landwirte haben höchstes Interesse an einer nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Böden, denn diese sind ihr Kapital. Landwirte fördern mit Mischkulturen und Fruchtfolgen den Humusaufbau. Sie betreiben Moorbodenschutz. Die Standards in Deutschland betreffend Düngung und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gehören weltweit zu den Höchsten. Durch den Einsatz von neuen digitalen Technologien und anderen schonenden Bewirtschaftungsmethoden werden die Böden schonend bewirtschaftet.

 

Mit den Agroforstnahmen der 2. Säule GAP hat der Bund ein gutes Instrument zur Verfügung gestellt, um Anreize für Maßnahmen zur CO2-Bindung und zum Erosionsschutz der Böden zu setzen. Diese Maßnahmen müssen fortgeführt werden.

 

Dies gilt auch für die Investitionen in Forschung. Es gibt viele unterschiedliche Bodenarten. Jeder muss anders bewirtschaftetet werden. Dafür braucht es Wissen und Forschung. Nur so können wir diese wertvolle Ressource optimal nutzen und gleichzeitig auf Dauer erhalten.

 

Für die Union ist klar: Böden brauchen Schutz. Das geht nur mit den Landwirten. Daher ist hier Kooperation der richtige Ansatz vor Ordnungsrecht, wirken Anreize besser als Auflagen. Deshalb werden wir die gerade vorgelegten Vorschläge der EU-Kommission für eine EU-Bodenstrategie auch sehr genau analysieren. Klar ist aber schon jetzt: Weitere Eingriffe in das Eigentum der Landwirte ohne zwingenden Ausgleich müssen verhindert werden.“

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