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Ukrainische Frauen und Kinder vor Menschenhändlern und Zwangsprostitution in Deutschland schützen

Schutzsuchende vor Organisierter Kriminalität aktiv warnen

Hilfsorganisationen berichten über das perfide Vorgehen von Menschenhändlern, die schutzsuchende ukrainische Frauen und Kinder nach ihrer Ankunft in Deutschland abfangen, um sie in Zwangsprostitution zu zwingen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Es ist an Abartigkeit kaum zu überbieten, wenn das Elend schutzsuchender und verzweifelter Frauen und Kinder, die dem Krieg in der Ukraine entkommen sind, durch skrupellose Menschenhändler zur sexuellen Ausbeutung genutzt wird.

Die CDU/CSU-Fraktion hat das brutale Vorgehen gestern in der Sondersitzung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe thematisiert und erwartet von der Bundesregierung schnelle Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Kindern.

In Deutschland ankommende Frauen und Kinder müssen rechtzeitig vor Menschenhändlern gewarnt werden, die unter dem Deckmantel der dringend benötigten Unterkünfte, Frauen eine Unterkunft anbieten und dann verschwinden lassen.

Aktives Warnen auf digitalem Weg, durch Ansprache bei der Ankunft durch Polizei und Hilfsorganisationen sowie eine dringende Empfehlung zur Registrierung, damit die Behörden über den Aufenthaltsort informiert sind, können konkret helfen.

Auch wer Menschen dankenswerter Weise aufgenommen hat, sollte diese Informationen weitergeben. Zum Vorgehen sollte sich der Bund mit den Ländern und Kommunen schnell koordinieren. Bundespolizei und die Polizeien der Länder sind zu sensibilisieren, um an den Ankunftsstellen Menschenhändler und Situationen, die den Verdacht krimineller Absichten nahelegen, zu erkennen und ihnen das perfide Handwerk zu legen. Warnungen müssen über soziale Medien die bei uns Ankommenden erreichen.

Besonders gefährdet sind Minderjährige, die es allein bis nach Deutschland geschafft haben. Ihnen muss besondere Aufmerksamkeit gelten. Sie brauchen unseren umfassenden Schutz.

Die in diesem Feld tätigen Hilfsorganisationen benötigen dringend bundesweit Unterstützung, um ihre wichtige Präventionsarbeit leisten zu können und die Frauen persönlich, digital und über Flyer mit ihren Warnungen zu erreichen.

Die Frauen müssen informiert werden, ihre Pässe und Mobiltelefone immer bei sich zu behalten und diese nicht an scheinbare Helfer herauszugeben. Wer wirklich hilft, nimmt niemandem die wichtigsten persönlichen Dokumente und Sachen ab.“

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