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Julia Klöckner
(Quelle: Silz)

Richtlinienkompetenz nur halbherzig

Weiterbetrieb von drei Kernkraftwerken bis April 2023 hat keinen preissenkenden Effekt

Angesichts der Entscheidung des Bundeskanzlers, ein weiteres Kernkraftwerk bis April 2023 laufen zu lassen, erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Julia Klöckner:

„Niedersachsenwahl abwarten. Bundesparteitag der Grünen abwarten. Dann ein halbherziges Machtwort sprechen. So geht Inszenierung - nicht zum Wohl, sondern zulasten des Landes, zulasten der Bürger und der Wirtschaft. Wirkliche Richtlinienkompetenz und ein Machtwort hätten sich in einer klaren Entscheidung des Bundeskanzlers zeigen können: Die Kernkraftwerke laufen lassen bis Ende 2024 und neue Brennstäbe bestellen - bei gleichzeitigem beschleunigtem Ausbau der erneuerbaren Energien. Darauf habe die Unternehmen gewartet. Und sie wurden wieder enttäuscht. Denn die hohen Energiepreise in Deutschland belasten massiv die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Betriebe und gefährden damit Tausende von Arbeitsplätzen. Ein Weiterbetrieb von drei Kernkraftwerken bis lediglich April nächsten Jahres ist maximal eine Scheinlösung. Denn das hat keinen preissenkenden Effekt am Markt. Aber der wird dringend gebraucht. Zu spät, zu halbherzig - das ist leider das Motto dieser Ampel-Regierung.“