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Rekordwert bei den F&E-Ausgaben - neuer Aufbruch im Bildungssystem erforderlich

Die Länder müssen Bildungspolitik noch viel stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen

Zur heutigen Vorlage des Bundesberichtes Forschung und Innovation 2008 im Bundeskabinett erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB:

Noch nie waren die Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung so hoch wie 2007. Insgesamt 10,3 Milliarden Euro hat der Bund für Forschung und Innovation ressortübergreifend zur Verfügung gestellt.

Doch um auch in Zukunft die vom europäischen Rat festgelegte FuE-Quote der Europäischen Union von 3 Prozent des BIP zu erreichen, bedarf es weiterer Anstrengungen. Hier sind besonders die Länder und die Wirtschaft gefordert.

Die Hightechstrategie hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Sie muss auch nach der kommenden Bundestagswahl weitergeführt bzw. -entwickelt werden. Die Bundesregierung stellt bis zum Jahr 2009 ca. 6,5 Milliarden Euro für Spitzentechnologien und technologieübergreifende Querschnittsmaßnahmen bereit. Die Welle an neuen Ideen, Forschungsansätzen und -strategien sowie neuen Kooperationen, die die Hightech-Strategie auslöste, ist unübersehbar.

Noch besser müssen allerdings Forschungsergebnisse in anwendungsbereite, marktfähige Produkte umgewandelt werden. Hier muss Deutschland besser werden.

Das heißt jedoch nicht, die Grundlagenforschung weniger aktiv zu unterstützen. Die Grundlagenforschung von heute ist die Anwendung von morgen und das Produkt von übermorgen.

Gut ausgebildete Menschen sind daher der Schlüssel für eine hohe Beschäftigungsquote und sichern somit Deutschland im weltweiten Wettbewerb der großen Industrienationen dauerhaft einen Platz an vorderster Stelle. Deshalb brauchen wir einen Aufbruch im deutschen Bildungssystem. Kindergärten, Schulen, die duale Ausbildung, Hochschulen sowie Institute des lebenslangen Lernen müssen weiterentwickelt und aufeinander abgestimmt werden.

Die Länder müssen Bildungspolitik noch viel stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.

In Zeiten der Globalisierung können deutsche Unternehmen nicht länger über den Faktor Kosten mit Wettbewerbern in China, Polen und anderen Niedriglohnländern konkurrieren.

Deutschland kann nur durch Forschung und Innovation seine wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit sichern.

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