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Putin nutzt den Hunger als Waffe und Minister Özdemir schaut weg

FAO rechnet mit weltweit 13 Millionen Menschen, die zusätzlich Hunger leiden müssen

Nach einer Prognose der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird der Krieg gegen die Ukraine zu einem deutlichen Anstieg der hungernden Menschen weltweit führen. Besonders betroffen sind die Regionen Afrika und Asien. Dazu erklärt der agrar- und ernährungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Albert Stegemann:

„Präsident Putin nutzt den Hunger als Waffe. Die Einstellung russischer Getreideexporte setzt er als Druckmittel gegenüber anderen Staaten ein. Die FAO rechnet nach einer ersten Prognose, dass aufgrund des Kriegs gegen die Ukraine die Zahl der Hungernden um bis zu 13 Millionen steigen wird. Die Ukraine und Russland sind wichtige Getreidelieferanten. Ukrainische Exporte sind jetzt in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Russland beliefert zudem nur ausgewählte so genannte befreundete Staaten. Dadurch wird der Druck auf Länder erhöht, sich der russischen Sichtweise auf diesen völkerrechtswidrigen Krieg zu beugen. Das dürfen wir nicht zulassen.

Doch was macht die Bundesregierung, um Putin Strategie zu unterlaufen? Der zuständige Landwirtschaftsminister Özdemir setzt unser stärkstes Gegenmittel, unsere leistungsstarke und hocheffiziente Landwirtschaft, außer Kraft. Denn Minister Özdemir will auf keinen Fall die landwirtschaftliche und vor allem konventionelle Erzeugung ausweiten. Doch vielleicht sieht er die Zusammenhänge zwischen Krieg, Welternährung und zunehmenden Konflikten sowie zwischen Angebot und steigender Nachfrage, wenn seine EU-Kollegen in Brüssel sie ihm erklären.

Minister Özdemir darf nicht weiter den Wunschträumen der Grünen von einer heilen Welt hinterherlaufen. Wir brauchen eine stärkere und höhere Produktion in Europa, um Putin zu trotzen. Das gilt für die Energieversorgung genauso wie für die Lebensmittelversorgung.

Als CDU/CSU-Fraktion werden wir daher im Agrar- und Ernährungsausschuss des Bundestages baldmöglichst eine öffentliche Anhörung mit Sachverständigen zu dem Thema Welternährung und Versorgung mit Lebensmitteln beantragen. Vielleicht versteht die Ampel dann endlich, dass sie handeln muss.“

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