Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance / dpa)
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Praxistest zur Neuausrichtung der Spitzensportförderung unerlässlich

Fördermodell verspricht höhere Effizienz durch Konzentration, mehr Objektivität und Transparenz bei der Mittelvergabe

In der heutigen Sitzung des Sportausschuss haben Bundesinnen¬minister Thomas de Maizière und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, das Konzept zur Reform der Spitzensportförderung vorgestellt. Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger:

„Das Modell zur Neuausrichtung der Spitzensportförderung verspricht höhere Effizienz durch eine Konzentration der Förderstruktur, mehr Objektivität durch eine klare Definition der Leistungsmerkmale sowie eine größere Transparenz bei der Mittelvergabe. Das Konzept ist schlüssig, die konkreten Folgen für die Sportfachverbände und für die betroffenen Athleten sind derzeit aber noch nicht absehbar.

Daher ist ein Praxistest zum neuen Fördermodell unerlässlich, um die Wirksamkeit und Aussagekraft der Instrumente zu prüfen. Erst nach einer Simulation des Entwurfs können die notwendigen sportpolitischen Weichenstellungen vollzogen werden.  

Das Reformkonzept sieht u.a. vor, dass künftige Medaillenpotentiale einzelner Disziplinen durch eine klar definierte Potentialanalyse ermittelt werden und dementsprechend stärker gefördert werden. Bisher waren einschlägige Erfolge in der Vergangenheit wichtiger. Das System soll ferner Empfehlungen bieten, inwiefern Bundesstützpunkte oder Kaderzahlen konzentriert werden können.

Außerdem soll die Situation der Trainer verbessert werden, indem ihr Berufsbild geschärft und ihre Gehaltsstruktur verbessert wird. Um die anvisierten Ziele auf allen Ebenen zu erreichen, braucht es letztlich einen engen Schulterschluss mit den Bundesländern, denn die Länder sind für die Nachwuchsförderung verantwortlich.“