Gitta Connemann ist stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Pressemitteilung


Quelle: Britta Cornelius
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Praktikable Lösungen zur Beendigung des Kükentötens sind nötig

Wir brauchen eine europäische Lösung

Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf für ein Verbot zur Tötung von Eintagsküken ab dem 1. Januar 2022 beschlossen. Dazu erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann:

„Der Countdown läuft. Das Ende des Tötens von Eintagsküken in Deutschland ist eingeläutet. 2022 ist damit national Schluss. Deutschland geht damit beim Tierschutz einmal mehr voran. Dank der Brütereien in Deutschland, die weltweit Standards setzen - und das freiwillig. 

Zur Wahrheit gehört aber auch: Es handelt sich um einen nationalen Alleingang. Tierschutz endet aber nicht an Ländergrenzen. Die EU muss deshalb zwingend nachziehen. Innerhalb der gesamten EU muss das Vergasen männlicher Eintagsküken verboten werden. Sonst werden nach wie vor Tiere und Fleisch aus Ländern importiert werden, deren Brüder getötet worden sind. 

Eine wichtige Rolle spielen dabei Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn über Tierschutz wird auch an der Ladenkasse und im Restaurant entschieden. Wer das Kükentöten europaweit beenden will, muss und kann selbst handeln. Und das geht ganz einfach: Beim Kauf von Eiern und Fleisch sollte man auf die Herkunft aus Deutschland achten. Damit kann jeder einen Beitrag zu mehr Tierschutz leisten. Und deshalb setzen wir uns als CDU/CSU-Bundestagsfraktion für eine europaweit verbindliche Herkunfts- und Haltungskennzeichnung ein. 

Unseren Brütereien nehmen eine Vorbildfunktion ein - auch unter Inkaufnahme von Wettbewerbsnachteilen. Aber wir dürfen sie nicht vollständig überfordern. 

Wissenschaft und Geflügelbranche arbeiten unter Hochdruck an den Alternativen. Die zentrale Frage ist dabei, ab welchem Bruttag ein Schmerzempfinden beim Kükenembryo eintritt. Wissenschaftlich gesichert ist, dass ab dem neunten Bruttag ein Schmerzempfinden vorhanden ist. Erste Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei vor dem neunten Bruttag sind jetzt marktreif. Damit wollen wir den Einstieg ermöglichen. Dies muss aber möglich bleiben.“