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Özdemir muss Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion Vorfahrt geben

EU-Agrarrat berät über Ernährungssicherheit

Die EU-Agrarminister beraten am heutigen Donnerstag in Luxemburg über die Maßnahmen der EU-Kommission zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit und Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Lebensmittelsysteme vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Dazu erklärt der agrar- und ernährungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Albert Stegemann:

„Wir brauchen keine weiteren Lippenbekenntnisse von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, wenn es um die Ernährungssicherung geht. Er muss endlich liefern.

Die EU-Kommission macht deutlich, dass der russische Angriffskrieg einen globale Preisspirale bei Agrargütern ausgelöst hat. Allein 25 Millionen Tonnen Weizen aus der Ukraine und aus Russland können nach Einschätzung der EU-Kommission in diesem Jahr nicht auf dem Weltmarkt gehandelt werden. Hinzu kommen die Preisschocks bei Düngemittel und weiteren wichtigen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln. Die Konsequenzen sind gestiegene Lebensmittelpreise, die alle Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland tagtäglich beim Einkauf erleben. Darüber hinaus, und das muss Minister Özdemir klar sein, bedrohen die hohen Preise direkt die Ernährungssicherheit von vielen Millionen Menschen.

Deutschland muss sich in der EU auf die richtige Seite stellen. Die landwirtschaftliche Erzeugung darf nicht einseitig weiter extensiviert werden, sondern muss nachhaltig erhöht werden. Dazu gehört auch die Möglichkeit, mehr Ackerfläche für die Produktion zur Verfügung zu stellen. Europa ist landwirtschaftlich gesehen ein Gunststandort mit den höchsten Erträgen. Im Durchschnitt werden in der EU pro Hektar 5,3 Tonnen Weizen geerntet. In der Ukraine sind es 4,3 Tonnen Weizen pro Hektar.

Die CDU/CSU-Fraktion wird am morgigen Freitag einen Antrag in den Bundestag einbringen, der Maßnahmen enthält, um zielgerichtet dieser globalen Krise zu begegnen.“

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