Elisabeth Motschmann MdB kulturpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Pressemitteilung


(Quelle: CDU Bremen)
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Mutige Frauen des 20. Juli endlich würdigen

Vergessene Heldinnen der Geschichte

Am kommenden Freitag wird der Deutsche Bundestag über den von der CDU/CSU-Fraktion initiierten Antrag "Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus würdigen" abstimmen. Dazu erklärt die kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Motschmann:

„Sie sind die vergessenen Heldinnen der deutschen Geschichte: Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Sie werden in der öffentlichen Wahrnehmung leider immer noch weitgehend ignoriert, verdrängt und auch vergessen. 75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler wird es höchste Zeit, an diese Frauen im Widerstand zu erinnern. Es ist längt überfällig, dass ihre Leistung, ihr Mut und ihr Schicksal anerkannt werden.  

Frauen waren im Nationalsozialismus in vielen Widerstandsgruppen in großer Anzahl vertreten und aktiv am Widerstand beteiligt: Sie haben z.B. Anschlagspläne mitdiskutiert, Nachrichten übermittelt oder Treffen organisiert. Der Preis, den sie zahlen mussten, war enorm hoch: Viele Frauen verloren ihre Ehemänner, kamen ins Gefängnis und ins Konzentrationslager. Ihre Kinder wurden in Heime verschleppt, ihrer Identität beraubt und umerzogen. In der Nachkriegszeit wurden sie lange Zeit dem Vorwurf des Verrats ausgesetzt.

Mit unserem Antrag würdigen wir den Mut und den Einsatz dieser Frauen. Wir wollen die Wanderausstellung "Unsere wahre Identität sollte vernichtet werden" im Deutschen Bundestag ausstellen, die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit einem Forschungsprojekt unterstützen und ab 2024 eine Sonderbriefmarkenreihe auflegen.

Die Erinnerung an die dunkelste Epoche der deutschen Geschichte und an den gesamten Widerstand muss wachgehalten werden."