Karin Maag, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit

Pressemitteilung


(Quelle: Fotograf: Laurence Chaparon)
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Masern-Impfung dient auch dem Schutz der Allgemeinheit

Maßnahmen für lückenlose Masern-Impfung begrüßenswert

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will eine Pflicht zur Impfung gegen Masern einführen. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag:

„Den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Spahn zur Ausweitung der Impfpflicht gegen Masern begrüßt die Unionsfraktion grundsätzlich. Masern sind keine Bagatellerkrankung, und Impfungen sind eine der wirksamsten präventiven medizinischen Maßnahmen. Entscheidend ist dabei nicht allein der Schutz für die geimpfte Person selbst, sondern auch der Schutz für alle anderen: also für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, weil sie zum Beispiel jünger als ein halbes Jahr alt oder krank sind. 

Bereits heute müssen sich Eltern beim Kinderarzt informieren. Über den Impfschutz ihres Kindes erhalten sie einen schriftlichen Nachweis, den sie der Kindertageseinrichtung vorzeigen müssen. Verweigern sich Eltern dieser Beratung, droht ihnen bereits nach geltendem Recht im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Diese Regelung wird mit dem aktuellen Gesetzentwurf verschärft. Das findet die Fraktion richtig. Nur eine lückenlose Impfung aller Kinder in Kita und Schule kann letzten Endes gewährleisten, dass keine Ansteckungswelle erfolgt. 

Wir müssen die Gründe analysieren, warum über 97 Prozent der Kinder die erste Masernimpfung erhalten haben, die Quote bei der zweiten entscheidenden Impfung aber unter 93 Prozent liegt. Gerade bei dieser entscheidenden zweiten Impfung gibt es nun große regionale Unterschiede. Offensichtlich sind die Eltern, bei deren Kinder eine erste Impfung vorliegt, keine Impfgegner, sondern es fehlt ihnen an Informationen. Deswegen begrüßen wir vor allem die im Gesetzentwurf vorgesehene Ausweitung der Informationspflichten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. 

Für Eltern, die wir mit der Aufklärung nicht erreichen, ist dann die Impfpflicht mit allen Konsequenzen eine geeignete Maßnahme. Wer andere mit einer sogar möglicherweise tödlich verlaufenden Krankheit ansteckt, gegen die er sich problemlos hätte impfen lassen können, handelt verantwortungslos.“
 

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