Elisabeth Motschmann | Kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Pressemitteilung


Elisabeth Motschmann
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Kultur braucht Öffnungsperspektive

Kulturveranstaltungen sollten unter Auflagen wieder stattfinden können

Mit Blick auf die heutige Vorstellung des Drei-Stufenplans von Vertretern aus Wissenschaft, Sport und Kultur zu den möglichen Öffnungsperspektiven von Großveranstaltungen der Kulturszene erklärt die kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Motschmann:

„Die Kultur muss wieder auf die Bühnen. Ohne Kultur kein Leben in den Städten und auf dem Land. Deutschland ist eine Kulturnation mit einer einzigartigen Kulturlandschaft. Sie zu erhalten, ist unsere Pflicht.  Nach einem Jahr Dauer-Lockdown befindet sich die Kultur in einer Dauer-Krise. Besonders die freien Institutionen, die keine oder nur geringe staatliche Förderung bekommen, stehen vor dem Abgrund bzw. vor der Insolvenz.

Soloselbständige Künstlerinnen und Künstler fliehen in andere Berufsfelder, um überhaupt in der Lage zu sein, sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Ein Orchestermusiker möchte sein Instrument in die Hand nehmen und ebenso wie ein Schauspieler oder Sänger nicht nur im heimischen Wohnzimmer auftreten, sondern rauf auf die Bühne! Kitas und Schulen first. Das ist richtig! Die Kreativen dürfen aber nicht die Letzten sein!

Alle Überbrückungshilfen sind wichtig, aber sie allein lösen das Problem nicht. Unsere Künstler wollen nicht länger streamen, sie wollen und müssen spielen. Ihre Hilferufe werden täglich lauter und ungeduldiger. Diese Rufe dürfen nicht verhallen. Der Drei-Stufenplan von Wissenschaft, Kultur und Sport, der heute öffentlich vorgestellt wird, ist Ausdruck der Not. Gleichzeitig liefert dieser Plan die Chancen und Möglichkeiten, Kultur mit Zuschauern und Gästen wieder zuzulassen. Vergessen wir bitte nicht: Künstlerische Freiheit ist verfassungsrechtlich ein hohes Gut, das wir gewährleisten müssen.

Die Kulturszene hat ausgezeichnete Hygienekonzepte. Die Szene gehört nicht zu den Hotspots der Infektionen. Das ist wissenschaftlich belegt. Abstände können in Konzerthäusern, Theatern, Kinos, Museen, Festivals und erst recht bei Freiluftveranstaltungen locker eingehalten werden. Hinzu kommen die bald reihenweise möglichen Schnelltests.

Die Kultur hat nur einen Wunsch: Zurück auf die Bühnen! Ein vertretbarer Stufenplan liegt nun vor. Er ist getragen von 20 Wissenschaftlern sowie von zahlreichen Verbänden und Veranstaltern. Er sollte auf einem von mir wiederholt geforderten Kultur-Gipfel aller Spitzenverbände der Kultur diskutiert und fest verabredet werden. Darum: Hebt das Betretungsverbot auf für ‚die Bretter, die die Welt bedeuten‘!“