Skip to main content

Junge Familien haben noch nicht ausreichend Wahlfreiheit

Bedarfsgerechter Ausbau von frühkindlicher Förderung und die finanzielle Unterstützung von Familien sind kein Gegensatz

Anlässlich der aktuellen Diskussion um den Ausbau des Kinderkrippenangebotes erklären der Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz MdB, und seine Stellvertreterin, Julia Klöckner MdB:

Junge Familien dürfen nicht vor die Alternative Beruf oder Kinder gestellt werden. Wenn wir ihnen die Entscheidung für Kinder erleichtern wollen, müssen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer weiter verbessern.

Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist insbesondere der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren wichtig. Dabei darf nicht weiter das falsche Bild von der Betreuung als lieblose Verwahrung gezeichnet werden. Betreuungseinrichtungen sind Orte der frühkindlichen Förderung, an die und deren Personal wir hohe Qualitätsmaßstäbe legen müssen.

Niemand möchte dadurch die besondere Leistung von Müttern oder Vätern, die sich zuhause um die Erziehung ihrer Kinder kümmern oder gekümmert haben, schmälern. Genauso wenig darf den Müttern und Vätern ein Vorwurf gemacht werden, die Familie und Arbeit gemeinsam unter einen Hut bringen. Es geht also nicht um ein "Entweder Oder". Der bedarfsgerechte Ausbau von frühkindlicher Förderung und die finanzielle Unterstützung von Familien sind kein Gegensatz.

Wer von Wahlfreiheit spricht, der muss auch akzeptieren, dass dafür erst einmal die Bedingungen geschaffen werden müssen. Es geht also nicht um Diskriminierung oder Zwang, sondern um die Schaffung der nötigen Voraussetzungen für echte Wahlfreiheit. Die gibt es aber nicht unter den Umständen, dass in den alten Bundesländern nur für jedes zehnte Kind unter drei Jahren ein Krippenplatz vorhanden ist.