Hilfsgüter werden am Flughafen entladen

Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance /AP | Creative Commons-Lizenz CC BY-ND-4.0)
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Humanitäre Hilfe für Syrien und Nachbarländer sorgt für mehr Stabilität

Deutschland kommt seiner Verantwortung nach

Die Bundesregierung sagt auf der Syrien-Konferenz in Brüssel 1,44 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe und entwicklungsorientierte Maßnahmen in den Nachbarländern zu. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Mit der Zusage Deutschlands, den Betrag für die humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern erneut zu erhöhen, kommt Deutschland als zweitgrößter internationaler Geber seiner humanitären Verpflichtung nach. Die Menschen, die in dem seit über acht Jahren vom Krieg auf das Äußerste strapazierten Land leben, und diejenigen, die in die Nachbarländer geflüchtet sind, werden nicht vergessen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 11,7 Millionen Menschen innerhalb Syriens auf humanitäre Hilfe angewiesen, 6,2 Millionen sind Vertriebene im eigenen Land. Weitere 5,7 Millionen Syrer haben ihre Heimat verlassen, allein der Libanon hat 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Besonders dramatisch ist die Situation der Kinder. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen verweist darauf, dass allein im vergangenen Jahr mehr Kinder getötet worden sind als in den Jahren zuvor in diesem Konflikt.

Die Staatengemeinschaft bleibt dringend aufgefordert, sich für die humanitäre Hilfe zu engagieren, da derzeit nur zehn Geberländer 90 Prozent der humanitären Hilfe leisten. Der steigenden Anzahl von Konflikten, die auch immer länger dauern, kann nur gemeinschaftlich begegnet werden. Wesentlich ist - neben der Sicherung des dringend zum Überleben Benötigten - der feste Wille der Staatengemeinschaft, endlich eine politische Lösung des Konflikts herbeizuführen, damit die Menschen in ihre Heimat zurückkehren können.“