Skip to main content

Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden

Frauen verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer. Das hat das Statistische Bundesamt für das Jahr 2020 berechnet. Frauen müssen also 66 Tage länger arbeiten, um den gleichen Lohn wie ein männlicher Kollege zu erhalten. Erst am heutigen Tag, dem 7. März 2022, wird die Entgeltgleichheit von Männern und Frauen für das Vorjahr erreicht. Zum Equal Pay Day können Sie die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär, gerne wie folgt zitieren:

„Es ist erschütternd festzustellen, dass in Deutschland die Schere beim Entgelt von Frauen und Männern so weit auseinandergeht. Die hohen Lohnunterschiede in Deutschland haben verschiedene, meist versteckte Ursachen. Frauen fehlen in bestimmten Berufen und in Führungspositionen. Frauen unterbrechen häufiger ihre Erwerbstätigkeit oder arbeiten Teilzeit. Und bei Gehaltsverhandlungen oder Tarifvereinbarungen sind Frauen oft weniger verhandlungsstark. Diese Lohnlücke können wir nicht länger hinnehmen. Hier muss sich etwas bewegen.

In den vergangenen Jahren hat sich der Gender Pay Gap nur sehr langsam verringert, wir bleiben Schlusslicht im europäischen Vergleich. Ein Teil dieser Lohnlücke lässt sich auf sogenannte strukturelle Unterschiede zurückführen. Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet und sich gleichqualifizierte Frauen und Männer anschaut, die in der gleichen Branche und gleichen Position gleich viel arbeiten, dann ergibt sich in Deutschland immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von sechs Prozent. Hier gilt es anzusetzen. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren viel getan. Politische Maßnahmen wie der Ausbau des Angebots an Kinderbetreuung, die Einführung des Elterngeldes und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten können helfen, dass Erwerbsunterbrechungen von Frauen minimiert werden können. Auch Initiativen wie ‚Girls' Day‘ oder ‚Komm mach MINT!‘ helfen, das berufliche Spektrum von Mädchen zu erweitern, traditionelle Rollenbilder zu durchbrechen sowie den Anteil von Frauen in zukunftsorientierten Berufen sowie in Führungspositionen zu erhöhen.“

Author(en):