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Frauenquote ist gut für Deutschland

Gruppe der Frauen begrüßt die gestrige Einigung im Koalitionsausschuss

Die Koalition hat sich gestern auf die wesentlichen Inhalte zur Frauenquote geeinigt. Dazu erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen, Karin Maag:

„Der Koalition war und ist die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte ein wichtiges Anliegen. Deshalb freuen wir uns, dass das Gesetz zu Frauen in Führungspositionen nun als sichtbares Zeichen dafür ins parlamentarische Verfahren kommt. Es geht hier nicht um eine Prestige- oder Prinzipienfrage, sondern um eine Selbstverständlichkeit. Wir müssen der Tatsache Rechnung tragen, dass die Hälfte der Bevölkerung weiblich ist – dies muss sich auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen widerspiegeln.

Unzählige Frauen sind zwar hervorragend ausgebildet, finden sich aber nicht in gleichem Maße wie Männer in den Führungspositionen unserer Unternehmen wieder. Es ist daher richtig, dass wir nach den schlechten Erfahrungen der vergangenen Jahre mit freiwilligen Selbstverpflichtungen nun das Notwendige gesetzlich regeln.

Mit der gestrigen Einigung kann der Fahrplan für die Frauenquote so umgesetzt werden, wie wir ihn im Koalitionsvertrag vorgesehen haben: Börsennotierte und voll mitbestimmungspflichte Unternehmen müssen in ihren Wahlen zum Aufsichtsrat die Mindestquote von 30 Prozent des unterrepräsentierten Geschlechts berücksichtigen. Die Unternehmen, die börsennotiert oder mitbestimmungspflichtig sind, müssen ab Mitte des kommenden Jahres Ziele ausweisen, wie sie den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und oberstem Management erhöhen wollen. Mit dieser Regelung haben wir eine gute Balance zwischen den Anliegen der Wirtschaft und dem Ziel von mehr weiblichen Führungskräften gefunden. Die Quote ist ein Teilausschnitt einer verbesserten Förderung von Frauen in Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft bekundet selbst seit langem ihr Interesse an mehr Frauen in Führungspositionen.

Zentral wird aber ebenfalls sein, wie wir als öffentliche Hand den Maßgaben in unseren eigenen Reihen Rechnung tragen – hier muss der Bund beispielgebend sein.“

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