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Europäischen Qualifikationsrahmen nutzen

Werbekampagne für duale Ausbildung in Europa starten

Anlässlich der Anhörung "Entwicklung eines Europäischen und Nationalen Qualifikationsrahmens EQR/NQR" erklären die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ilse Aigner MdB und der zuständige Berichterstatter, Uwe Schummer MdB:

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bekennt sich zum Europäischen Bildungsraum. Es gibt große Chancen, den europäischen Arbeitsmarkt in Bewegung zu bringen und Europa für den Wettbewerb in der globalen Wissensgesellschaft zu rüsten. Ziele sind die Qualitätssteigerung der beruflichen Bildung, die Stärkung der gemeinsamen Kompetenzen von Portugal bis Polen und letztlich die Schaffung einer europäischen Identität über Bildung.

Wir wollen ein Europa der Menschen, nicht allein des Geldes. Deshalb werden Themen wie der Europäische Bildungsraum zum Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Ein wichtiges Instrument des gemeinsamen Bildungsraums ist der Europäischen Qualifikationsrahmen. Richtig auf die Schiene gesetzt, kann er Durchlässigkeit und Mobilität zwischen den Mitgliedsstaaten und Bildungssystemen bringen. Er stellt nicht mehr auf die formalen Lernwege ab, sondern wertet, was jemand wirklich kann. Wir setzen uns dafür ein, dass er die Handlungskompetenz richtig abbildet, die die duale Ausbildung in Deutschland so wertvoll macht.

Die bisher in der EU unterrepräsentierte duale Ausbildung muss stärker auf europäischer Ebene verankert werden. Die deutsche Ratspräsidentschaft muss genutzt werden, zusammen mit Österreich, Luxemburg und Dänemark, die ähnliche Systeme haben, eine Werbekampagne für das duale System zu starten. Es muss zu einem Markenzeichen der europäischen Bildung werden.

Die Kritik der OECD an der geringen Studierendenquote in Deutschland muss relativiert werden, da wir über viele qualifizierte Berufsausbildungen verfügen, die einer Hochschulausbildung gleichzusetzen sind.