Trockenschäden im Wald

Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance/dpa)
Teilen

Erneute Trockenheit unterstreicht Handlungsbedarf in unseren Wäldern

Waldhilfen entschlossen umsetzen

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages hat am gestrigen Mittwoch über die Auswirkungen der starken Frühjahrstrockenheit auf die Forstwirtschaft diskutiert. Dazu erklären der agrarpolitische der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, und der forstpolitische Sprecher, Alois Gerig:

Albert Stegemann: „Die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen bereiten Waldbesitzern und Förstern schlaflose Nächte. Nach zwei schweren Dürrejahren fürchten sie, dass auch 2020 eine ausgeprägte Trockenheit unsere Wälder weiter schädigen könnte. Bereits jetzt müssen wir für die beiden vergangenen Jahre von einem Schadholzanfall von 160 Millionen Kubikmeter und einer Fläche von 245.000 Hektar ausgehen, die wiederbewaldet werden müssen – Tendenz steigend. Bund und Länder helfen in diesem und in den kommenden drei Jahren mit 800 Millionen Euro. Wichtig ist, dass die finanziellen Mittel unbürokratisch und schnell über die Bundesländer abgerufen werden können, damit das Geld im Wald ankommt.“

Alois Gerig: „Die neuerliche dramatische Trockenheit führt uns eindringlich vor Augen, dass wir uns trotz der Corona-Krise um unsere Wälder kümmern müssen. Erhebliche Mengen Schadholz müssen aus den Wäldern gebracht werden, damit sich der Borkenkäfer nicht weiter ausbreiten kann und der akuten Waldbrandgefahr vorgebeugt wird. Jungpflanzen sind vertrocknet. Sobald es die Feuchtigkeit im Boden zulässt, müssen Wiederaufforstungen angepackt werden. Vor allem Kleinwaldbesitzer brauchen dabei rasche Unterstützung.

Ziel muss es sein, durch fachkundigen Waldumbau klimastabile Mischwälder zu schaffen. Zudem müssen wir die stoffliche und energetische Holznutzung voranbringen – unter anderem durch das Bauen mit Holz.

Das Ziel ist aller Mühen wert: Wir wollen, dass unsere Wälder als artenreiche Natur- und Erholungsräume, nachhaltige Rohstoffproduzenten und aktive Klimaschützer für kommende Generationen erhalten bleiben!“