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(Quelle: picture alliance/dpa)

Entwicklungspolitischer Bericht unterstreicht erfolgreiche Entwicklungspolitik der unionsgeführten Bundesregierung

Deutsche Entwicklungspolitik leistet wirksamen Beitrag für die nachhaltigen Entwicklungsziele

Das Bundeskabinett hat heute den 16. Entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung beschlossen. Dazu erklären der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Hermann Gröhe, und der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volkmar Klein:

Hermann Gröhe: „Der von Bundesminister Dr. Gerd Müller vorlegte Entwicklungspolitische Bericht der Bundesregierung zeigt: Deutschland wird seiner internationalen Verantwortung auch in der Entwicklungspolitik gerecht. Unser Land leistet einen wirksamen und umfangreichen Beitrag zur weltweiten Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele und des Pariser Klimaschutzabkommens. Mit dem unionsgeführten Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat Deutschland erneut das Ziel erreicht, mindestens 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für internationale Entwicklung (‚ODA‘) auszugeben. Der Erfolg der künftigen Regierung misst sich auch daran, wie sich dieser Wert in den kommenden Jahren entwickelt.

Die deutsche Entwicklungspolitik hat die Lebensbedingungen von Menschen in aller Welt verbessert. Das deutsche Corona-Sofortprogramm zur Unterstützung der Entwicklungsländer in Höhe von bisher 4,7 Mrd. Euro ist weltweit einmalig. Allein 500 Mio. Euro werden in den Aufbau einer Impfstoffproduktion in Afrika investiert.

Der Klimaschutz ist zum Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit geworden: Um den Co2-Ausstoß zu senken und die Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, geben wir inzwischen rund 5 Mrd. Euro jährlich aus, mehr als doppelt so viel wie noch 2014. Die Klimaschutzfinanzierung ist eng vernetzt mit der Landwirtschaft und der Energiegewinnung in Entwicklungsländern. Ich kann daher nur vor Überlegungen warnen, dieses Aufgabenfeld, das zu 85 Prozent aus dem BMZ-Haushalt finanziert wird, einem neuen ‚Klimaministerium‘ zuzuschlagen. So entstünden Abstimmungsprobleme und Reibungsverluste. Damit wäre nichts für den Klimaschutz gewonnen, aber die Entwicklungszusammenarbeit geschwächt.“

Volkmar Klein: „Die deutsche Entwicklungspolitik hat sich sehr stark dem Kampf gegen den Hunger verschrieben. Mit jährlich etwa 2 Mrd. Euro hat unsere Entwicklungszusammenarbeit geholfen, dass Millionen von Menschen weniger an Hunger leiden und mehr als eine Million Kleinbauern ein höheres Einkommen haben. Dieses Engagement muss gerade nach der Pandemie weitergehen.

Auch den Schutz der Wälder und der Artenvielfalt hat das unionsgeführte BMZ in den Fokus gerückt und 2020 etwa 800 Mio. Euro dafür ausgegeben. Weltweit unterstützt das BMZ 660 Schutzgebiete, deren Fläche insgesamt sechsmal so groß ist wie Deutschland. So trägt Deutschland zum Schutz von 130 Millionen Hektar Wald bei.

Anhaltender Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit der Union ist die Fluchtursachenbekämpfung. Das BMZ hat sich deshalb besonders engagiert, um akute und strukturelle Ursachen für Flucht zu mindern, die Rückkehr von Flüchtlingen zu unterstützen und heimatnahen Aufnahmeländern zu helfen.

Die Erfolgsbilanz des BMZ ließe sich fortsetzen: vom Marshallplan mit Afrika über den Grünen Knopf bis zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Der Bericht belegt eindrucksvoll, wie wichtig ein starkes und eigenständiges BMZ innerhalb der Bundesregierung für unser internationales Engagement ist. Eine neue Regierung muss der Entwicklungszusammenarbeit und damit dem BMZ weiterhin diesen hohen Stellenwert einräumen.“