Marie-Luise Dött, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Pressemitteilung


(Quelle: Fotograf Jan Kopetzky)
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Die globalen Anstrengungen gegen den Artenschwund verstärken

Internationale Strategie erforderlich – Auch nationale Defizite angehen

Der Weltbiodiversitätsrat hat am heutigen Montag seinen Bericht zum Zustand der Natur veröffentlicht. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött:

„Die Feststellung des Weltbiodiversitätsrates, dass die Artenvielfalt zurückgeht, kommt nicht überraschend. Diesen negativen Trend beobachten wir leider seit Längerem. Erschreckend ist allerdings die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Artenschwundes, die der Bericht aufzeigt. Der Schutz der Biodiversität darf nicht länger im Schatten des Kampfes gegen den Klimawandel stehen. Wir haben hier zwei globale Probleme, die eng verknüpft sind und deren Lösung über die Zukunft unseres Planeten entscheiden wird.

Wir brauchen jetzt dringend eine internationale Handlungsstrategie, die den komplexen Bedingungen und vielfältigen Aspekten eines nachhaltigen Artenschutzes Rechnung trägt - vom illegalen Wildtierhandel, über die Ausweisung und den Erhalt von Schutzgebieten bis hin zu den Folgen der Urbanisierung und einer weltweit nachhaltigen Landwirtschaft. Voraussetzung für Lösungsansätze ist eine internationale Zusammenarbeit bei der Erforschung der komplexen Ursachen des Artenschwundes. 

Auf nationaler Ebene müssen wir die Ziele der Biodiversitätsstrategie ernst nehmen. Hier gibt es deutliche Defizite bei der Zielerreichung. Der Schutz der Insekten, den wir mit dem Insektensofortprogramm angehen, ist ein wichtiges Element. Aber gerade auch die Vernetzung von Schutzgebieten und das Schaffen von mehr Grün in den Städten gehören zu einer erfolgreichen Politik für mehr Biodiversität, die wir konsequenter angehen müssen.“