Nadine Schön | Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Pressemitteilung


(Quelle: Foto: Tobias Koch)
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Die Frauenquote für die Aufsichtsräte hat die Erwartungen erfüllt

Deutlich Luft nach oben gibt es bei den Vorständen

Die Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) hat am heutigen Donnerstag aktuelle Zahlen zu Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorständen präsentiert. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Nadine Schön:

„Die Frauenquote ist ein Erfolg. Vier Jahre nach Einführung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen stieg der Frauenanteil in Aufsichtsräten der börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen von 21,3 Prozent auf 33,9 Prozent.

Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Wirtschaft hat einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Frauen in TOP-Positionen sind inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Wir begrüßen, dass die Unternehmen die Potentiale gemischter Gremien endlich erkannt haben und hoffen, dass sich die Quote auch ohne weitere gesetzliche Regelung weiter steigert.

Verbesserungsbedarf gibt es weiterhin beim Frauenanteil in den Vorständen. Er stieg zwar von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau von 4,9 Prozent auf 9,6 Prozent. Aber da ist noch sehr viel Luft nach oben. Bedauerlich und völlig unambitioniert ist vor allem, dass sich von den 161 Unternehmen, die sich Zielgrößen für ihre Vorstände setzen müssen, 69 Unternehmen die Zielgröße Null nennen. Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, dass diese Unternehmen künftig nicht nur intern, sondern auch der Öffentlichkeit erklären müssen, warum sie sich gegen Vielfalt in ihrer Führungsetage entscheiden. Für den Fall, dass sie das nicht begründen, ist eine Sanktionierung vorgesehen.“